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Witwe des Aldi-Erben
Babette Albrecht belastet Helge Achenbach

Helge Achenbach: Witwe des Aldi-Erben sagt aus
Unter großem Medienandrang erschien Babette Albrecht, die Witwe des Aldi-Erben Berthold Albrecht, im Essener Landgericht. FOTO: dpa, ve fdt
Düsseldorf/Essen. "Showdown" im Prozess gegen den Kunstberater Helge Achenbach: Als Zeugin erschien am Montag die Witwe des Aldi-Erben Berthold Albrecht vor dem Essener Landgericht. Sie hatte die Ermittlungen in Gang und damit Achenbach vor Gericht gebracht.  Von Reinhard Kowalewsky

In Jeans und mit weißer Bluse sagt die Witwe des Aldi-Erben Berthold Albrecht vor dem Essener Landgericht gegen den Angeklagten Kunstberater Helge AChenbach aus. Dabei ließ die 54-jährige Mutter von fünf Kinderm  sich vor der Aussage kurz fotografieren und zeigte sich in Siegeslaune. Immerhin hat Achenbach einen großen Teil der Straftaten bereits gestanden, die sie ihm in einer Strafanzeige aus dem vergangenen Jahr vorgeworfen hatte.

Helge Achenbach: Bilder vom Prozessauftakt FOTO: Schaller,Bernd

In der Sache war Frau Albrecht dann vor Gericht bei den entscheidenden Punkten sehr klar. Es habe eine feste Provisionsvereinbarung zu den von Achenbach vermittelten Kunstwerken in Höhe von vielen Millionen Euro gegeben. Es habe keine Rücknahmegarantie für die Kunstwerke  oder auch die vermittelten Oldtimer gegeben. "Warum sollen wir eine Rücknahmegarantie haben, wir fanden die Bilder doch schön."

Auch bei den Oldtimern sei von einer irgendwie zu finanzierenden Rücknahmegarantie nie die Rede gewesen, erklärte die im Essener Süden lebende Frau Albrecht.

Hintergrund: Das ist Helge Achenbach FOTO: Endermann, Andreas

Unangenehm für Achenbach war, wie Frau Albrecht schilderte, wie er Bertholt Albrecht noch Oldtimer verkaufte, obwohl dieser schon schwerkrank war und nicht einmal in die Wagen passte. Knackpunkt an der Aussage war, dass Frau Albrecht ohne jedes Misssverständnis sagte, Achenbach habe vereinbarungsgemäß nur drei Prozent Provision für die Vermittlung der Wagen bekommen. "Er sagte uns, er wolle drei Prozent Provision haben, wenn er uns weiter hilft, Oldtimer zu kaufen." Achenbach sagt dagegen, erhaben bei den Oldtimern keine feste Provisionsvereinbarung gegeben - darum habe er da auch nicht betrügen können. 

Quelle: RP
 
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