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Düsseldorf
Hetjens-Museum freut sich über neuen "Hochzeitsbaum"

Düsseldorf: Hetjens-Museum freut sich über neuen "Hochzeitsbaum"
Daniela Antonin, kommissarische Leiterin des Museums, findet die historische Kulisse "traumhaft". FOTO: Andreas Bretz
Düsseldorf. Die Kastanie im Innenhof des Hetjens-Museum diente schon vielen Hochzeitspaaren als Deko für Fotos und Kulisse für einen Sektempfang - nun können endlich die nächsten folgen. Die Stadtverwaltung hat einen neuen Zaun aufstellen lassen und damit das historische Ambiente wieder hergestellt.

In dem Keramikmuseum freut man sich. "Das sieht traumhaft aus", sagt die kommissarische Leiterin Daniela Antonin. Museum und Stadtverwaltung können nun auch wieder auf mehr zusätzliche Einnahmen hoffen, da das Museum im historischen Palais Nesselrode in der Carlstadt als besonderer Ort für die Trauung wieder deutlich attraktiver ist. Das Standesamt bietet eine Hochzeit in einem Ausstellungssaal an, anschließend kann die Gesellschaft in den Hof wechseln.

Die Kastanie war im März 2015 das Opfer von Sturm "Niklas" geworden, der umstürzende Baum hatte auch den schmiedeeisernen Zaun mit den goldenen Spitzen zerstört. Der Freundeskreis des Museums spendierte bereits im Oktober 2015 einen neuen Baum, eine 30 Jahre alte Kastanie wurde damals im Innenhof des Museums eingepflanzt.

Allerdings wurde der Baum zunächst von einem wenig repräsentativen Bauzaun geschützt, die Nachbildung des Eisenzauns ließ auf sich warten - was schließlich sogar ein Thema für die Politik wurde. Die CDU fragte im März zunächst in der zuständigen Bezirksvertretung 1, dann im Kulturausschuss nach dem Stand der Ausschreibung. Die ist nun erfolgt, der neue Zaun her- und aufgestellt.

Im Hetjens-Museum geht man derweil bereits die nächsten Arbeiten zur Verschönerung des Gebäudes an: Ein privater Sponsor macht es möglich, den großen Saal mit Blick in die Citadellstraße zu renovieren und mit Parkett und Stuck aufzuwerten.

Das Stadtpalais wurde Ende des 18. Jahrhunderts vom Grafen von Nesselrode zu Ehreshoven gebaut und musste nach dem Zweiten Weltkrieg teilweise wiederaufgebaut werden. Es beherbergt seit 1969 das Keramikmuseum. Eine Hochzeit kostet 350 Euro an Gebühren und ist von Montag bis Freitag vormittags möglich. Zu den Orten für Trauungen in besonderem Ambiente gehören zum Beispiel auch Schloss Benrath und ein Floß auf dem Unterbacher See.

(arl)
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