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Düsseldorf
"Hier ist kein Platz für Rassismus"

Düsseldorf. Rund 1000 Menschen demonstrieren gegen Kongress der Rechtspopulisten. Von Katharina Pavlustyk

Sich aufbäumen gegen platte Parolen, Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung: Das ist am Samstagnachmittag das Ziel von etwa 1000 Frauen und Männern gewesen, die vor dem Congress Centrum an der Messe gegen eine Veranstaltung europäischer Rechtspopulisten demonstriert haben. Mit Fahnen und Plakaten machten sie deutlich, dass sie für Vielfalt und gegen Hass einstehen. Auch Wagenbauer Jacques Tilly war dabei - mit zwei Mottowagen, von denen einer die Metamorphose eines blauen AfD-Männchens in ein braunes darstellt.

Von einer Bühne nahe dem Kongress-Gebäude, in dem die rechtspopulistische EU-Parlamentsfraktion "Europäische Konservative und Reformer" tagte, rief Oliver Ongaro von der Initiative "Düsseldorf stellt sich quer", dass in Düsseldorf kein Platz für Rassismus sei, und erntete lautes Klatschen und Pfiffe von den Demo-Teilnehmern. Das Bürgermeister-Duo Klaudia Zepuntke (SPD) und Günter Karen-Jungen (Grüne) stimmte zu. "Wir sind hier, um zu zeigen, dass die Düsseldorfer Politik bei euch ist", sagte Zepuntke.

Auch die Düsseldorf Congress Sport & Event GmbH (DCSE) wurde zum Thema. Dieser war zu spät aufgefallen, wer da eigentlich das Kongress-Zentrum gebucht hatte. Eine Absage an die Rechtspopulisten wäre unter Umständen mit hohen Schadenersatzforderungen verbunden gewesen. Deshalb hat sich die Gesellschaft, an der die Stadt beteiligt ist, dafür entschieden, die Einnahmen der Veranstaltung für Düsseldorfer Flüchtlingseinrichtungen zu spenden. Während Karen-Jungen diesen Entschluss befürwortete und es dafür auch Applaus gab, stieß er anderen Demonstranten sauer auf. "Wir würden dieses Geld nicht haben wollen", sagte eine Frau. Das sah auch Andreas Vollmert von der Initiative "Flüchtlinge - willkommen in Düsseldorf" und Moderator bei der Demo so. "Das ist ein Schlag ins Gesicht", sagte er zum Spendenvorhaben. Auch nachdem die Veranstaltung der Rechtspopulisten begonnen hatte, demonstrierten die Teilnehmer verschiedener Parteien, Gruppe und Organisationen weiter, um zu zeigen, dass sie sich zur Wehr setzen.

Quelle: RP
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