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Reiner Krause
Hilfe fürs Dominikus-Krankenhaus

Düsseldorf. Anfang 2000 war die Heerdter Klinik von der Schließung bedroht. Linksrheinische Vereine kämpften für den Erhalt.

Heerdt Vor 17 Jahren wurde der Förderverein Dominikus-Krankenhaus gegründet. Viel hat sich seitdem verändert, doch nach wie vor gilt, das Krankenhaus zu unterstützen. Ein Gespräch mit dem Vorsitzenden.

Herr Krause, welche Anschaffungen hat der Förderverein in jüngster Zeit finanziell unterstützt?

Krause Zur schnellen und sicheren Notfallhilfe haben wir den Kauf eines zusätzlichen und weitaus effizienteren Defibrillators mit 5100 Euro mit finanziert. Schließlich sind wir ein Akutkrankenhaus. Darüber hinaus haben wir mit 2750 Euro geholfen, einen mobilen Andockwagen anzuschaffen. Damit sollen Engpässe vermieden werden, wenn zum Beispiel, miteinander kommunizierende Analyse- und Beatmungsgeräte schnell auf einer Station zwar benötigt, aber nicht vorhanden sind. Durch den engen Kontakt zu den einzelnen Stationen wissen wir sehr früh, wo der Förderverein helfen kann.

Wie finanzieren Sie das alles?

Krause Durch Spenden und auch Mitgliedsbeiträge. Der jährliche Beitrag beträgt 15 Euro und für juristische Personen 150 Euro. Eine sehr große Hilfe sind unter anderem Spenden aus der Stadtsparkassen-Lotterie "Prämiensparen" ohne die wir viele Projekte nicht unterstützen könnten.

Sind die Ansprüche gewachsen?

Krause Sicher. Patienten erwarten gerade im medizinischen Bereich, dass die Ausrüstung eines Krankenhauses stets dem neuesten technischen Standard entspricht. Ein Förderverein kann im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten außerhalb des Krankenhaus-Budgets schnell und unbürokratisch helfen.

Was war der Auslöser für die Gründung des Fördervereins?

Krause Anfangs war er unbekannt, bis zu dem Zeitpunkt, als das Krankenhaus von der Schließung bedroht war. Alle linksrheinischen Bürgervereine taten sich zusammen und dokumentierten durch eine Unterschriftenaktion, wie sehr ein Akutkrankenhaus im Linksrheinischen benötigt wird. Viele Bürger traten aus Solidarität in den Verein ein. Seit dieser Zeit haben wir 115 Mitglieder. Auch Kirchen und Bürgervereine unterstützen uns.

Sie sind seit acht Jahren Vorsitzender. Wird der Verein akzeptiert?

Krause Im Laufe der Jahre bin ich immer vertrauter mit den Arbeitsabläufen und auch mit den Entscheidungsträgern geworden. Der ständige Kontakt und das Zuhören, sind aus meiner Sicht die wichtigsten Voraussetzungen für die Akzeptanz und den Fortbestand dieses Vereins.

HEIDE-INES WILLNER FÜHRTE DAS GESPRÄCH.

Quelle: RP
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