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Düsseldorf
Hohe Geldstrafen für Störer bei Demonstrationen

Düsseldorf. Für zwei Mitorganisatoren von Demos gegen rechtspopulistische Aufmärsche haben die Aktionen jetzt juristische Folgen. Sie wurden zu Geldstrafen verurteilt, wollen aber gegen das Urteil vorgehen. 

Wie das Bündnis "Düsseldorf stellt sich quer" am Montag mitteilte, sind der damalige Geschäftsführer der "Falken Düsseldorf" und ein Mitarbeiter des Kulturzentrums Zakk zu Geldstrafen von zusammen 210 Tagessätzen, insgesamt mehr als 10.000 Euro, verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft bestätigt, dass in einem Fall per Strafbefehl 120 Tagessätze á 50 Euro dafür verhängt wurden, dass der Anmelder einer Demo gegen die AfD im März zum Widerstand gegen polizeiliche Anordnungen aufgerufen und sich bei einer Demo gegen eine Rep-Veranstaltung im März an einer Sitzblockade beteiligt habe.

Dabei sollen er und der zweite Aktivist Absperrungen ignoriert und Widerstand gegen Polizeibeamte geleistet haben. Beide Männer legten Widerspruch ein. Das Bündnis "Düsseldorf stellt sich quer" kritisierte die Strafbefehle als Kriminalisierung ihres Protests und sagte den Beschuldigten am Montag Unterstützung für die anstehenden Gerichtsverfahren zu.

(sg)
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