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Düsseldorf
Hoher Krankenstand bei der Rheinbahn

Düsseldorf. Vorstand will Belastungen senken und bis zu 30 neue Fahrer einstellen.

Im Schnitt haben sich mehr als elf Prozent der Rheinbahnfahrer im Juni krankgemeldet, vor zwei Jahren lag der Wert im selben Monat bei 7,9 Prozent. Arbeitsdirektor Klaus Klar stellte diese Zahlen nun dem Aufsichtsrat vor, erläuterte Ursachen und erörterte mögliche Gegenmaßnahmen. Der Kern seines Programms: Die Belastungen für die Fahrer müssen gesenkt werden. Daraus folgt, dass das Nahverkehrsunternehmen mehr Fahrer braucht, Klar geht davon aus, bis zu 30 neue Mitarbeiter zu engagieren.

Bei den Ursachen des hohen Krankenstands sind laut Rheinbahn-Vorstand zwei Punkte wesentlich: Der Start der Wehrhahn-Linie im Februar sei mit hohen Belastungen und vielen Überstunden verbunden gewesen. Die Auswirkungen auf die Gesundheit zeigten sich nun. Zudem machten drei der elf Prozent des Krankenstands Mitarbeiter aus, die länger als sechs Wochen ausfallen. Dieser hohe Wert der Langzeitkranken wiederum hänge auch damit zusammen, dass im Fahrdienst jeder zweite Mitarbeiter älter als 50 Jahre sei.

Damit die Betroffenen nach langer Krankheit wieder gut und dauerhaft in den Job zurückfinden, hat die Rheinbahn 13 Mitarbeiter speziell schulen lassen, damit diese fachlich richtig und mit Wissen um das Unternehmen bei der Wiedereingliederung helfen können. Außerdem hat Klar die Belastung untersuchen lassen und leitet aus den Ergebnissen eine neue Betriebsvereinbarung ab, die ab August gelten soll. Danach dürfen die Fahrer dann besonders lange Dienste nur noch maximal 40 Mal pro Jahr machen. So entsteht der beschriebene Bedarf für neue Mitarbeiter.

(hdf)
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