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Düsseldorf
Hund biss Mädchen - Besitzerin muss Strafe zahlen

Düsseldorf. Eine Rentnerin (70), deren Jack-Russells wiederholt andere Hunde und auch deren Halter gebissen haben, muss 960 Euro Strafe zahlen und mit einer Kontrolle des Ordnungsamts rechnen. Zu diesem Ergebnis kam ein Amtsrichter gestern im bereits dritten Strafprozess um die bissigen Hunde der Seniorin aus Hassels. Deren zwei Jack-Russell-Terrier hatten diesmal den Hund einer 14-jährigen Schülerin attackiert, dabei das Mädchen durch Bisse an der Hüfte verletzt.

Die Anklage ging sogar davon aus, dass die in der Siedlung angeblich als herrisch bekannte Hundehalterin ihre Terrier extra von der Leine gelassen habe, um das Kind samt Hund anzugreifen. Das war im Prozess aber nicht nachzuweisen. Die Rentnerin gab an, sie wisse "gar nicht, warum ich hier sein muss". Ihre Terrier habe sie immer an der Leine, diese würden auch nicht beißen. Bloß einen alten Dackel lasse sie schon mal frei laufen. Nach Kuscheln hörte sich aber nicht an, was der Schülerin vor rund einem Jahr beim Gassi-Gehen mit dem Hund ihrer Oma passiert war. Die Terrier der Angeklagten seien plötzlich auf sie und ihren Hund losgestürmt. "Die Leinen haben sich aus meinen Händen gerissen", so die Angeklagte, die über "Knochenprobleme und Gicht" klagte. Dass ihre Hunde gebissen hätten, stritt sie aber ab.

Der Richter verurteilte die Seniorin nach dem dritten Vorfall dieser Art zur dritten Geldstrafe, was sie lachhaft fand: "Ich gehe in zwei Monaten nach Ungarn, da ist mir egal, was Sie als Strafe machen!" Der Richter warnte: "Sie haben die Hunde nicht im Griff, können froh sein, dass nicht mehr passiert ist." Ob das Ordnungsamt jetzt die Ausreise der Seniorin abwartet oder doch direkt nach den Hunden der Rentnerin sieht, ist noch ungeklärt.

(wuk)
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