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Düsseldorf
Hunderte Vorschläge für Schiffsnamen

Düsseldorf: Hunderte Vorschläge für Schiffsnamen
Die frühere MS Warsteiner nun ohne Logo der westfälischen Brauerei am Düsseldorfer Rheinufer. Im März soll das für mehr als 350.000 Euro frisch renovierte Boot der Öffentlichkeit präsentiert werden. Zurzeit laufen die Umbauarbeiten. FOTO: köln-düsseldorfer
Düsseldorf. Die Reederei Köln-Düsseldorfer hat die Leser der Rheinischen Post aufgerufen, einen neuen Namen für das Ausflugsschiff zu finden, das bislang MS Warsteiner hieß. Einer der Favoriten der Leser ist "MS Fortuna". Von Thorsten Breitkopf

Der Aufruf der Reederei Köln-Düsseldorfer zur Findung eines neuen Namens für das Ausflugsschiff MS Warsteiner hat zu einer enormen Resonanz unter den Lesern der Rheinischen Post geführt. Gestern war der Einsendeschluss. Bereits am ersten Tag nach dem Aufruf erreichten uns mehr als 100 Mails, nach wenigen Tagen waren es mehr als 300. Besonders in den vergangenen Tagen kamen noch Hunderte Briefe und Postkarten mit Vorschlägen. Und es waren wirkliche kreative und teils kuriose Vorschläge dabei. Alle zu nennen, würde den Rahmen sprengen. Und wie zu erwarten gab es auch etliche Doppelungen. So wurde etwa der Name "MS Fortuna" fast 60 Mal vorgeschlagen. Leserin Annette Jeschke etwa schlägt "Hoppeditz" als Namen für die frühere MS Warsteiner vor - ganz passend zur fünften Jahreszeit, die heute den Endspurt einlegt.

Günter Füth, Ehrenvorsitzender der Ruder-Gesellschaft Benrath schlägt vor, das Schiff "Rheintraum" oder "Vivat Rhenus" oder "Rhenus de Luxe". Er muss es eigentlich wissen, denn kaum ein Verein hat eine solche Beziehung zu Booten und Wasser wie die Benrather Ruderer.

Helmut und Gisela Schmitz gehen auf Nummer sicher auf dem Weg zur Siegerprämie und reichen gleich sechs Vorschläge auf einmal ein, sicher ist sicher: "MS Düssel-Gräfin", "MS Kö-Diamant", "MS Rhein - Nymphe", "MS Rheinische Frohnatur", "MS Radschläger" und nicht zuletzt "MS Rheinische Lebensart".

Die Düsseldorferin Renate Köhn macht einen Vorschlag, der versöhnlich sein soll angesichts der seit Jahrhunderte angespannten Beziehungen Düsseldorfs zur Nachbarstadt mit dem Dom. "Als Abkürzung für ,Köln-Düsseldorfer' wäre ,MS Kö-Düsi' gut. Da kämen wir Düsseldorfer doch gut bei weg", schreibt sie per Mail und hängt noch einen Smiley an die Nachricht.

Klassisch per Brief und sogar persönlich am Tag des Einsendeschlusses auf den letzten Drücker hat Sigur Prull seinen ungewöhnlichen Vorschlag eingereicht. Handgeschrieben auf mehreren Seiten erläutert er, warum der das Schiff MS Gesolei nennen würde. Die Gesolei war in den zwanziger Jahren eine große Ausstellung in Düsseldorf, die sich den Themen Gesundheit, Soziales Leben und Leibesertüchtigung widmete. Die Anfänge dieser Worte ergaben den Messenamen. Und Sabine Loheide schlägt Wellemreiter (Bezug zu Jan Wellem) vor für die ehemalige MS Warsteiner.

Im Frühjahr soll das Schiff der Öffentlichkeit in Düsseldorf präsentiert werden. Bis dahin erfolgen umfangreiche Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen hauptsächlich im Inneren des Schiffes in einer Größenordnung von rund 350.000 Euro. Neue Bodenbeläge, neue Decken, eine neue Innenverkleidung sowie ein neuer Thekenbereich sollen laut der Reederei für ein zeitgemäßes Interieur sorgen. Das Schiff wird voll klimatisiert. Ein neues Mobiliar passend zur neuen Farbwelt an Bord ist ebenfalls geplant. "Es überwiegen moderne Grau- und Weißtöne im Mix mit hellen Eiche-Nuancen, Glas und gebürstetem Edelstahl", sagt eine Sprecherin der in Köln ansässigen Reederei. Heimat des Schiffes bleibt die Anlegestelle am Burgplatz in der Altstadt.

Quelle: RP
 
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