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Düsseldorf
Im Schaufenster ist schon Winter

Düsseldorf: Im Schaufenster ist schon Winter
Keenan und andere Kindergartenkinder staunten gestern über die winterliche Kuscheltier-Welt. FOTO: Anne Orthen
Düsseldorf. Die Stofftier-Welten des Kaufhofs an der Kö sind jedes Jahr ein Anziehungspunkt für Passanten, die in der Innenstadt unterwegs sind. Zur Enthüllung gestern drückten sich die ersten Kinder die Nase platt. Von Nicole Lange

Mild-herbstliche 13 Grad herrschen in der Landeshauptstadt, als Mitarbeiter des Kaufhofs an der Kö die Abdeckungen von der Schaufensterfront zur Heinrich-Heine-Allee entfernen. Hinter den Scheiben aber geht's frostig zu: Dort haben die Mitarbeiter in den vergangenen Tagen ein aufwendiges Winterwunderland gestaltet, in dem Hunderte Kuscheltiere der Firma Steiff in bunten Szenenbildern mit viel Kunstschnee zu sehen sind. Eine kleine Schreinerei ist aufgebaut, in der zwei Teddys - angetrieben von kleinen Elektromotoren - emsig Holz sägen. Es gibt eine Diamantmine, in der Edelsteine geschürft werden, ein kleines Lagerfeuer und drumherum reichlich Trubel.

Die Fenster gelten als Anziehungspunkt, sind in den lebhaftesten Wochen des Weihnachtsgeschäfts stets von Menschen umringt. "Wir bekommen immer wieder Anrufe von Leuten, die wissen wollen, wann die Schaufenster zu sehen sind", sagt Dieter Seeger, Leiter für visuelles Marketing. Viele reisten aus den umliegenden Städten an, um einen Shopping-Trip mit einer Besichtigung zu verbinden. Dauer-Beschallung mit den Klassikern der Weihnachtsmusik ist inklusive - was zum Start im Oktober befremdlich ist, im Advent aber an Reiz gewinnt.

Zu bestaunen gibt es einiges: Rund 120 Tiere bewegen sich in den Szenen, angetrieben von kleinen Elektromotoren. Jedes Jahr denkt sich das Team ein neues Oberthema aus, und weil es diesmal "Winter im Bärenland" lautet, sind die Teddys noch etwas stärker als sonst in der Überzahl. Wer sich etwas Zeit nimmt, kann mehr als einmal schmunzeln über die vielen kleinen Details, die die Mitarbeiter in liebevoller Kleinarbeit versteckt haben. Wie den Teddybären, der an Zylinderhut und schwarzem Seil als Schornsteinfeger zu erkennen ist. Und weil die Glück bringen, hat er auch ein kleines Schwein dabei. Oder wie die Katze, die ein kleines Krönchen als Prinzessin ausweist - der für die erfolgreiche royale Partnersuche zu küssende Frosch sitzt auf ihrem Schoß. Zwei Bären, versteckt in einer hinteren Ecke und augenscheinlich plaudernd, haben tatsächlich jeder ein kleines Glas Rotwein in der Pfote. Im Hinblick auf die mobile Kommunikation hinkt man als Stofftier heutzutage hinterher: Ein Hund im Fenster telefoniert mit einem Schiebehandy frühester Generation, wie es sie bei den meisten Elektronikfachhändlern längst nicht mehr gibt.

Obwohl das Kaufhaus gerade aufwendig sein Kellergeschoss umbaut - die Eröffnung ist für die kommende Woche geplant - habe man den Aufwand für das Schaufenster nie in Frage gestellt, sagt Geschäftsführer Lars Thiele. "Mir geht ja selbst immer das Herz auf, wenn ich das sehe." Das geht auch den Mädchen und Jungen aus der Kita Bingener Weg so, die als erste nach der Enthüllung die Fenster bestaunen dürfen und schnell dicke Fingertapsen hinterlassen.

Quelle: RP
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