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Düsseldorf
Im Stadtbezirk 8 gibt es drei Unfallschwerpunkte

Düsseldorf: Im Stadtbezirk 8 gibt es drei Unfallschwerpunkte
Thomas Decken ist Leiter der Polizei-Inspektion Süd, die auch für den Stadtbezirk 8 zuständig ist. FOTO: Achim Blazy
Düsseldorf. Inspektionsleiter Thomas Decken stellt in der Bezirksvertretung 8 die Kriminalitätsentwicklung und Unfallstatistik vor. Von Marc Ingel

Wenn die Polizei in Bezirksvertretungen ihre Unfallstatistik und Kriminalitätsentwicklung aus dem Vorjahr präsentiert, kann es angesichts der vielen Zahlen auch schon mal etwas langweilig werden. Nicht so bei Thomas Decken. Der Leiter der Polizeiinspektion Süd beschränkt sich erstens auf das Wesentliche und nimmt zweites bei Missständen auch kein Blatt vor den Mund.

Häusliche Gewalt etwa sei statistisch nur schwer zu erfassen, wenn Anzeigen ausblieben, "gefühlt rücken wir deswegen im Süden aber dreimal täglich aus", erklärte er in der Bezirksvertretung 8. Und: "Ein überwiegender Teil der unmittelbar Beteiligten hat einen Migrationshintergrund." Auch der Respekt vor der Polizei schwinde: "Wir denken schon darüber nach, uns Spuckhauben anzuschaffen."

Vielfach präsentierte Decken den Politikern aber positive Zahlen. So sei die Anzahl der Taten bei der Straßenkriminalität im Vergleich zu 2015 um 163 Fälle auf 964 zurückgegangen. Auch Wohnungseinbrüche habe es 2016 weniger gegeben (187, -16). Das Problem: "Diese nachtaktiven Täter, meist mit osteuropäischem Wurzeln, wohnen vielfach unter uns, in konspirativen Wohnungen, und sie müssen den Bandenchefs zu Hause abliefern", schildert Decken. So seien zum Beispiel gezielt BMW-Lenkräder gefragt, die dann in Erdbunkern gehortet und ein Mal im Monat geleert würden.

Grundsätzlich runter gehen die Zahlen auch bei der Unfallstatistik: 17 Kinder wurden 2016 bei Unfällen verletzt (-11,7 Prozent) und 30 Senioren (-25 Prozent). Insgesamt 23 Schwerverletzte hat es gegeben, hier stagniert die Statistik. Etwas besorgniserregend ist die Anzahl der Unfallhäufungsstellen: An den Kreuzungen Bernburger/Heidelberger/Karlsruher Straße, Am Schönekamp/Deutzer Straße sowie Rothenberg-/Gerresheimer Landstraße kracht es besonders häufig, auch wenn keine dieser Stellen eine vordere Platzierung in der Statistik einnimmt. Zumeist der Grund: Unaufmerksamkeit, gerade bei Abbiegevorgängen, oder Spielerei mit dem Handy. Deckens nicht ganz ernst gemeinte Empfehlung, die ebenfalls für die Kreuzung Rothenbergstraße/Vennhauser Allee gilt: "Meiden Sie diese Stellen - montags bis freitags von 6 bis 21 Uhr."

Quelle: RP
 
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