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Düsseldorf
Immer mehr Störche im Stadtnorden

Düsseldorf. In Lohausen wurden kürzlich zwei der Vögel gesichtet.

Schnell handelten Mitarbeiter des Düsseldorfer Stadtentwässerungsbetriebs, als sie in der vergangenen Woche zwei Störche auf einem Feld nahe des Rheins in Lohausen beobachteten. Sie griffen zur Kamera und fotografierten die Vögel, die kurz darauf wegflogen. Vor drei Jahren galt es noch als kleine Sensation, wenn ein Storch auf einem Haus in Lohausen gesichtet wurde. "Inzwischen ist die Anwesenheit der Tiere in Düsseldorf zum Glück nicht mehr selten, die Population in NRW halbwegs stabil", sagt Tobias Krause vom Düsseldorfer Naturschutzbund (Nabu).

Besonders im Düsseldorfer Norden wurden in diesem Jahr an verschiedenen Stellen Weißstörche beobachtet. Manchmal, wie zum Beispiel in Kaiserswerth, hielten sich die Tiere dort sogar über mehrere Tage auf. Denn dort gibt es gute Lebensbedingungen für die Vögel, die große offene Flächen bevorzugen. Hier finden sie viele Kleintiere als Nahrung wie Frösche, Mäuse, Würmer und Insekten. "Sie halten sich auch gerne auf frisch gemähten Feldern auf, da sie dort beispielsweise große Heuschrecken finden, die sich nicht mehr verstecken können", sagt Krause.

Ab August werden sich die Weißstörche auf den Weg über Frankreich und Spanien nach Afrika machen und erst wieder im Frühjahr zum Brüten nach Deutschland zurückkehren. Noch hat in Düsseldorf in den vergangenen Jahrzehnten kein Storch gebrütet. Die nächstgelegenen Nester wurden in Duisburg und Viersen registriert. Das soll sich aber ändern. "Die Stadt Düsseldorf plant, in den von Störchen bevorzugten Gebieten Nisthilfen aufzustellen", sagt Krause. Sollten diese angenommen werden, wäre das aber wieder eine kleine Sensation.

(brab)
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