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Analyse
Flingern und Düsseltal sind am sportlichsten

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Düsseldorf. Im Düsseldorfer Osten haben die meisten Düsseldorfer bei einer Umfrage angegeben, sportlich aktiv zu sein. Ganz im Süden ist die Quote deutlich geringer, dort sind aber überdurchschnittlich viele im Verein organisiert. Von Christian Herrendorf

Der Durchschnittswert ist erfreulich hoch, die Schwankungen im Stadtgebiet sind allerdings überraschend. Bei einer Umfrage gaben 85 Prozent der Teilnehmer an, dass sie sportlich aktiv sind, 76 Prozent erklärten, mindestens einmal pro Woche Sport zu treiben. Mit Blick auf die Stadtbezirke zeigen sich bei der sportlichen Aktivität Unterschiede zwischen 72 und 90 Prozent.

Fotos: Diese Düsseldorfer machen begeistert Sport FOTO: Hans-Jürgen bauer

Relativ die meisten Aktiven leben danach im Stadtbezirk 2 (Flingern, Düsseltal), die wenigsten im Stadtbezirk 10 (Garath, Hellerhof). Auch bei den Organisationsformen zeigen sich deutliche Unterschiede: So ist im erwähnten Stadtbezirk der Anteil derer, die ihren Aktivitäten bei einem kommerziellen Anbieter (etwa im Fitnessstudio) nachgehen mit 19 Prozent am höchsten in der Stadt, der Wert für die im Verein Organisierten ist im Stadtbezirk 10 mit zwölf Prozent überdurchschnittlich.

Die Umfrage haben die Forschungsstelle "kommunale Sportentwicklungsplanung" der Universität Wuppertal, das Sportamt und das Amt für Statistik und Wahlen durchgeführt. Sie haben rund 16.000 Düsseldorfer zwischen 10 und 75 Jahren einen Fragebogen zu ihren sportlichen Gewohnheiten geschickt. 4634 Menschen haben an der Befragung teilgenommen.

Machen Sie Ihre Sportart winterfest FOTO: Stadt Düsseldorf

Die Ergebnisse der Umfrage sollen der Stadt helfen, die sportlichen Angebote besser auf die Bedürfnisse der Bürger abzustellen und auf Entwicklungen angemessen zu reagieren. So zeigt sich in allen Stadtbezirken ein sehr hoher Wert zur Angabe "Sporttreiben selbst organisiert". Damit sind Aktivitäten jenseits von Vereinen und kommerziellen Angeboten gemeint. Die Werte liegen zwischen 64,3 und 69,5 Prozent. Nennenswerte Unterschiede zwischen urbanen und ländlicheren Stadtteilen sind nicht festzustellen. Für die Stadt bedeutet das, dass sie in allen zehn Stadtbezirken flexible Angebote schaffen muss. Sie muss dort Jogging- und Radstrecken ausweisen sowie Flächen schaffen, auf denen Geräte für verschiedene Fitness- und Sportarten stehen. Sportdezernent Burkhard Hintzsche möchte, dass bis 2020 in allen Stadtbezirken jeweils mindestens eine Fläche "identifiziert" ist. Angebote für Kinder spielen dabei eine geringere Rolle, denn bei ihnen liegt der Anteil der Vereinsmitglieder bei 30 Prozent (selbst organisiert: 46).

Quelle: RP
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