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Düsseldorf
In S11 vor Frauen onaniert – Mann zu Geldstrafe verurteilt

Düsseldorf. Zur Zahlung von 80 Tagessätzen hat das Amtsgericht einen Mann verurteilt, der einer Frau unter den Rock fotografiert und dann Hand an sich legte.

Insgesamt 800 Euro Strafe muss der angeblich 39-jährigen Familienvater zahlen. Der Mann hatte am Sonntag frühmorgens mit seinem Handy bei der Fahrt vom Flughafen zum Hauptbahn drei Fotos von einer schlafenden Mitreisenden gemacht, hatte sich dazu extra auf den Boden gelegt, um der Frau unter den Rock zu fotografieren. Am Hauptbahnhof war er festgenommen und in U-Haft gebracht worden.

Bestraft wurde er jetzt allerdings nur dafür, dass er wenig später in Sichtweite anderer Frauen Hand an sich legte. Der Staatsanwalt hatte für eine Bewährungsstrafe von fünf Monaten plädiert. Die Richterin fand aber, dass eine Geldstrafe für den Hartz-IV-Empfänger deutlicher fühlbar sei als eine Bewährungsstrafe. Nach dem Urteil kam er wieder frei.

Der Asylbewerber und Familienvater hatte bei seiner Verhaftung angegeben, 47 Jahre alt zu sein und aus Syrien zu stammen. Vor Gericht sagte er dagegen, er sei 39 und stamme aus dem Iran. Er bestritt, sich vor den Frauen entblößt zu haben. Ein erster Termin des Schnellverfahrens am Mittwoch war geplatzt, weil Zeuginnen nicht erschienen.

Nach RP-Informationen wird gegen den Angeklagte noch ermittelt wegen eines ähnlichen Vorfalls in Olpe. Dort soll er in einem Schwimmbad ebenfalls Fotos gemacht haben.

(wuk/hpaw)