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Düsseldorf
Indien zu Gast im Düsseldorfer Süden

Düsseldorf. Zum zweiten deutsch-indischen Abend kamen zahlreiche Gäste in die Stadtbücherei Wersten. Im Mittelpunkt des Abends stand die Lesung des Buches "Die Suche nach Indien" von Dennis Freischlad. Von Marie Dawin

In der Stadtbücherei ist es voll. Bei indischer Live-Musik und kleinen Snacks fühlt es sich in dem Raum für einen kurzen Moment fast wie in Indien an. Insgesamt sind 85 Menschen in die erste Etage der Bücherei gekommen, um sich aus Dennis Freischlads Buch vorlesen zu lassen.

In seinem Werk "Die Suche nach Indien - Reise in die Geheimnisse des Barat Mathas" erzählt der Autor von seiner Reise quer durch den Subkontinent. Ob der tempelreiche Süden oder die Steppe des romantischen Rajasthan, auf dem Motorrad erlebte der 36-jährige eine spannende Reise. Seine damalige Freundin brachte ihn vor 15 Jahren auf die Idee, Indien zu erkunden. Mittlerweile ist das facettenreiche Land für ihn zur zweiten Heimat geworden. "Ende November fliege ich wieder. Ich freue mich schon", sagt Freischlad.

Mit seinem Buch möchte der Autor Zuhörern und Lesern Indien ein Stück näherbringen. "Es geht unter anderem darum, so manches Vorurteil zu bestätigen oder eben auch auszuräumen. Indien ist ein vielfältiges und besonderes Land. Es gibt überragende Schönheit, aber auch große Brutalität", sagt er. Am skurrilsten beschreibt der Schriftsteller den Verkehr. "Das ist schon ein großer Unterschied zu Deutschland und war anfangs eine große Umstellung", erzählt er.

Freischlad begeistert vor allem die Einstellung der Menschen. Trotz der vielen Probleme und der Armut seien die Menschen immer hilfsbereit und freundlich. "Sie sind auch ohne viel Geld glücklich."

Unterstützt wird der Autor an diesem Abend von Schauspieler Manuel Moser, der aus seinem Buch vorliest. "Es hat Spaß gemacht, sein Buch zu lesen, da habe ich richtig Lust bekommen nach Indien zu fahren", sagt Moser. Auch den Gästen scheint das, was sie hören, zu gefallen. Horst Dieter Bauer interessiert sich insbesondere für Kultur und Religion des Landes. "Ich würde es spannend finden, etwas über die Menschen und die Mentalität in Indien zu erfahren", sagt der 65-jährige.

Sushrut Lugani, ehrenamtliches Vorstandsmitglied der Deutsch-Indischen Gesellschaft Düsseldorf, ist erfreut über die vielen Besucher: "Es ist toll, dass so viele gekommen sind. Mich würde allerdings die Teilnahme von noch mehr indischen Mitbürgern freuen."

Dem Leiter der Stadtbücherei, David Cappel, hat vor allem die abschließende Diskussionsrunde gefallen. "Da ich ebenfalls im Vorstand der DIG bin, war das für mich ein besonderer Abend. Dass die Leute sich so angeregt unterhalten haben, fand ich schön", sagt er.

Wer Indien nun besser kennenlernen möchte, hat dazu beim nächsten deutsch-indischen Abend in der Stadtbücherei Wersten am 17. Februar Gelegenheit.

Quelle: RP
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