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Düsseldorf
Informatik schon ab der Grundschule

Düsseldorf. Handwerkskammer-Präsident Andreas Ehlert will Schüler für IT-Themen besser ausbilden. Von Lisa Klose

Die Digitalisierung der Arbeit verlangt nach neuen Konzepten für Aus- und Weiterbildung. Darum ging es beim zweiten MINT-Forum zu Bildung und Beruf, das Handwerkskammer und Rotary unter dem Motto "Flexible Köpfe - Kluge Hände" organisierten. Die Vortragsgäste beschäftigten sich mit dem Thema Bildung 4.0, also dem Lernen in der Zeit des Digitalen Wandels. "Das Bildungssystem ist durch die Digitale Welt stark herausgefordert und hat es bis jetzt versäumt, darauf zu antworten", sagte Ekkehard Winter, Chef der Telekom-Stiftung.

Laut der internationalen ICILS- Studie, die die IT-Kompetenz von Schülern weltweit vergleicht, lägen deutsche Jugendliche im unteren Mittelfeld, so Winter. Grund sei, dass die Lehrkräfte in den Schulen selbst nicht ausreichend ausgebildet seien. Nur jeder siebte Pädagoge fördere die Benutzung digitaler Technologien: "Die digitale Welt steht uns nicht bevor, wir sind mitten drin", sagte Kammerpräsident Andreas Ehlert, der Mitglied der Enquete-Kommission zur Zukunft des Handwerks ist.

Diese wird im Februar 2017 Handlungsempfehlungen zum Umgang mit dem Digitalen Wandel an die Politik aussprechen. "Die Schulabgänger müssen nicht nur studier- sondern auch ausbildungsfähig sein", sagte Ehlert. In immer mehr Berufsfeldern werde mit moderner Technologie gearbeitet, die die Auszubildenden überfordere. Diese Entwicklung kann Simone Thedens, Geschäftsführerin eines Betriebs für Karosseriebau und Lackierung, bestätigen.

Vor Jahren habe sie begonnen, ihr Unternehmen digital aufzustellen, beispielsweise durch ein automatisiertes digitales Lagerwesen oder ein Schadenserfassungssystem, das per iPad bedient wird.

Quelle: RP
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