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Düsseldorf-Süd
Interessierte können Unterkünfte besichtigen

Düsseldorf-Süd. Die Traglufthalle ist am 26. November zwischen 9 und 11 Uhr geöffnet, die Schimmelpfennigstraße am 3. Dezember von 14 bis 16 Uhr. Von Andrea Röhrig

In den ersten sechs Monaten des Jahres wurden der Stadt Düsseldorf noch 150 neue Flüchtlinge im Monat zugewiesen, inzwischen sind es jede Woche so viele. Um die Menschen alle aufnehmen zu können, baut die Stadt gerade quer über alle Stadtteile neue Unterkünfte. Kommende Woche wird die Traglufthalle an der Koblenzer Straße (für 300 Menschen) bezugsfertig sein, Anfang Dezember das Containerdorf auf dem nicht mehr genutzten Sportplatz Schimmelpfennigstraße (Platz für 200 Menschen). Diese und noch viele weiteren Informationen hatte die städtische Flüchtlingsbeauftragte Miriam Koch den über 200 Interessierten mitgebracht, die am Mittwochabend ihrer Einladung zu einer Informationsveranstaltung in die Aula des Annette-Gymnasiums gefolgt waren.

Und alle die, die schon bei dem ersten Öffentlichkeitstermin zur Unterkunft Schimmelpfennigstraße im März dabei gewesen waren, konnten konstatieren, dass dazwischen Welten lagen. Weil damals in den Räumlichkeiten des Lauftreffs nicht genügend Platz für alle war, drängten sich die Menschen draußen vor den Fenstern, um Informationen zu bekommen. Doch die flossen ungenau. Wohl auch, weil die Stadt Düsseldorf anfangs wie alle von der Flüchtlingswelle überrollt wurde und hier kaum jemand Erfahrungen mit größeren Unterkünften für Asylbewerber hatte.

Inzwischen gehören solche Veranstaltungen zum täglichen Geschäft der Flüchtlingsbeauftragten. Und Koch weiß genau, dass sie mit Offenheit und vielen Informationen vor allen den direkten Anwohnern Sorgen und Ängste nehmen kann. Und so brachte sie auch die Nachricht mit, dass sich jeder selbst ein Bild davon machen kann, wie es in den Unterkünften aussieht.

Die Traglufthalle ist am Donnerstag, 26. November, zwischen 9 und 11 Uhr, zu Besichtigung freigegeben; am Donnerstag, 3. Dezember, zwischen 14 und 16 Uhr, sind die Türen an der Schimmelpfennigstraße geöffnet. Sie wisse, dass diese Zeiten nicht arbeiternehmerfreundlich seien, betonte Koch, allerdings gebe es dafür nur ein kleines Zeitfenster zwischen Fertigstellung und Belegung. Für die Benrather Einrichtung, die von der Arbeiterwohlfahrt betreut werden wird, werden noch ehrenamtliche Helfer gesucht. Wer sich engagieren möchte, kann sich an Helga Mannsfeld unter Telefon 60025183 wenden. Dieses Engagement an der Schimmelpfennigstraße könnte ein längerfristigeres werden. Koch kann sich vorstellen, dass diese Unterkunft mehrere Jahre genutzt wird. Zunächst einmal für fünf; zudem gebe es eine Option für eine Verlängerung um fünf Jahre, sagte Koch.

Sehr weit gediehen sind auch die Arbeiten an der am Karweg in Holthausen geplanten neuen Flüchtlingsunterkunft für ebenfalls 200 Menschen. Bislang war die Stadt davon ausgegangen, dass sie im März 2016 bezugsfertig ist. Das könnte früher der Fall sein. Aber nicht mehr in diesem Jahr, wie Bezirksverwaltungstellenleiter Nils Dolle auf RP-Anfrage mitteilte. Ein weiteres Containerdorf ist in Hellerhof an der Duderstädter Straße geplant. Hier könnte der Bezug im März sein. Elf weitere städtische Grundstücke sind laut Stadt noch in der Prüfung.

Quelle: RP
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