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Japan-Tag in Düsseldorf
Sicherheitskontrolleure gingen durch die Menge

Japan-Tag 2016 - Sicherheitskontrolleure gingen durch die Menge
Dichtes Gedränge an der Promenade, auch für Krankenwagen war es eng. FOTO: Endermann
Düsseldorf. Ein ausgeklügeltes System sorgt bei Großveranstaltungen wie dem Japan-Tag dafür, dass kniffelige Situationen schnell entschärft werden. Von Julia Chladek und Uwe-Jens Ruhnau

Von der Kniebrücke aus war der Blick auf den Japan-Tag beängstigend. Zigtausende Menschen drängelten sich auf der Rheinuferpromenade und an den Kasematten, teils standen die Menschen so dicht beieinander, dass man bei praller Sonne das Schlimmste befürchten musste. Engpässe entstanden vor allem an den Aufgängen und der Fußgängerbrücke am Alten Hafen.

"Es kommen schon Gedanken an die Love-Parade hoch, wenn man sich fragt, was hier passieren könnte", sagte Charlotte Weggen. "Solange es keinen Stillstand gibt, machen wir uns aber keine Sorgen." Damian Matrisch und Anika Kositzki sprachen ebenfalls "von Zuständen fast wie bei der Love-Parade", als so dicht empfanden sie die Enge. "Da war teils kein Durchkommen." Die beiden gingen "lieber außen rum".

Die meisten Besucher nahmen die Situation sehr gelassen hin, wie überhaupt laut der Ordnungsbehörden den Japan-Tag eher entspannte Menschen aufsuchen, die keinesfalls mit der Klientel an Karneval zu vergleichen seien. "Wir haben damit gerechnet, dass es so voll wird", berichtete etwa David Grau, der sogar mit Kinderwagen unterwegs war. "Langsam wird es anstrengend, aber wir wollten uns den Japan-Tag nicht entgehen lassen." Selbst den älteren Semestern schien das Gedränge nicht viel auszumachen. "Es ist doch natürlich, dass es zwischenzeitlich sehr voll wird", sagte Marita Wahl, die mit einer Freundin auf einer Bank Pause machte. "Solange man sich zwischendurch ausruhen kann, macht uns das nichts aus."

Einige konnten von den Menschenmassen scheinbar gar nicht genug bekommen - so wie Yvonne Rost, die in einer der längsten Schlangen vor einem Stand mit bunten Kontaktlinsen wartete: "Letztes Jahr war es schlimmer. Uns stört das Gedränge gar nicht."

Ordnungsamt, Rettungsdienst und Polizei patrouillierten in Zweiergruppen durch die Menge. Sie leiteten Maßnahmen unmittelbar ein. Mit der Leitstelle am Grabbeplatz konnten etwa kurzfristige Einbahnregelungen abgesprochen werden. Reichte ein Hilfe vor Ort oder an einer Unfallhilfestelle nicht aus, wurden Verletzte zu Übergabepunkten an den Straßen hinter der Promenade gebracht. Dort standen Krankenwagen bereit. Es gab laut Feuerwehr elf Einsätze mit Notarzt, 75 Rettungstransporte und 14 Fahrten ohne Blaulicht (Fuß umgeknickt etc.). An den Unfallhilfestellen wurden 203 Personen versorgt. Die Feuerwehr spricht angesichts der 750.000 Besucher von normalen Einsatzzahlen.

Quelle: RP
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