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Jarzombek im Dilemma

uwe-jens.ruhnau

@rheinische-post.de

Die Entscheidung ist gut so. Wenn erwachsene Menschen einander lieben, sollen sie heiraten können, und dann darf die Verbindung auch Ehe heißen. So sehen es mittlerweile die meisten Deutschen, der Begriff der Verpartnerung bei gleichgeschlechtlichen Paaren ist eine Herabsetzung. Sie steht auch für einen emotionalen Vorbehalt, der sein positives Gegenstück hat. Bei der Ehe für alle geht es nämlich nicht nur um Rechte, sondern auch um Anerkennung und Respekt. Der Staat gestaltet nun diesen Wandel, die katholische Kirche kann den Weg aufgrund ihres Selbstverständnisses nicht mitgehen. Thomas Jarzombek und andere CDU-Politiker befinden sich in einem Dilemma und stehen zwischen diesen Positionen. Vielleicht wäre bei ihm ein wenig Zurückhaltung schlauer gewesen. Die Ehe aufs Kinderkriegen zu verengen, nimmt ihr viel von dem, was Liebe und Leben heute ausmachen kann.

Quelle: RP
 
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