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Rundgang durch Kulturstätten
Journalisten aus Europa erleben Düsseldorf

Rundgang durch Kulturstätten: Journalisten aus Europa erleben Düsseldorf
BBC-Journalist William Cook spricht (v.l.) mit dem Düsseldorfer Tourismus-Chef Frank Schrader und Kulturdezernent Hans-Georg Lohe. FOTO: Anne Orthen
Düsseldorf. Reporter der russischen Zeitung Kommersant, des niederländischen De Zondag, der BBC und des deutschen Kunstmagazins Monopol lernten die Landeshauptstadt besser kennen. Von Christopher Trinks

Warum ist Düsseldorf als Standort so renommiert in der Kunst- und Musikszene? Um diese Frage zu beantworten, waren Kulturjournalisten von internationalen Tageszeitungen und Magazinen zu Besuch. Eingeladen von der Tourismuszentrale der Stadt, erhielten die zehn Journalisten einen kompletten Rundgang durch die Düsseldorfer Kulturstätten. Neben Zeitungsredakteuren der russischen Kommersant und niederländischen De Zondag waren auch Kulturreferenten des englischen Medienhauses BBC und des deutschen Kunstmagazins Monopol vertreten.

Die dreitägige Pressereise veranlasste William Cook von der BBC dazu, seine Meinung über Düsseldorf komplett zu ändern. "Die Stadt ist vielleicht nicht die hübscheste in Deutschland, aber die mit Abstand interessanteste", resümierte der Brite beim gemeinsamen Mittagessen im Café Pong des Museum Kunstpalast. Für eine 48-Stunden-Reportage durch das Rheinland hat der gebürtige Londoner mit deutschen Wurzeln Düsseldorf bereits für kurze Zeit besucht, dabei aber nur als "typische Business-Stadt" erlebt.

Nach dem kulturellen Rundumschlag ist sein Bild nun ein anderes: "Das Leben in der Stadt ist unglaublich dynamisch und die Kultur ist dafür die Energie." Besonders angetan war Cook von den vielen privaten Galerien und Sammlungen, die zusätzlich zu den großen Museen existieren und am vergangenen Wochenende auf der Kunstausstellung "ART Düsseldorf" zu sehen waren. Dabei gefiel ihm besonders das Konzept des Düsseldorfer Telekommunikationsunternehmens "sipgate", Kunstwerke in den Büroalltag zu integrieren.

Aber nicht nur Kunst, sondern auch musikalische Höhepunkte standen auf der Agenda. Dazu gehörte neben Konzerten in der Robert-Schumann-Hochschule auch ein Besuch der Tonhalle anlässlich des mehrtägigen New Fall Festivals. So viel Kultur in so kurzer Zeit - in Düsseldorf sei das laut Frank Schrader besonders gut möglich. Das läge vor allem an der Kompaktheit des Stadtgebiets. "Wir sind wie eine Zehn-Minuten-Stadt, weil viele Kulturstätten und Sehenswürdigkeiten innerhalb weniger Minuten fußläufig zu erreichen sind", erklärte der Tourismus-Geschäftsführer. Für Schrader sei diese Zentrierung von Kultur im städtischen Leben auch ein Grund, warum viele lokale Künstler wie Andreas Gursky oder die Band Kraftwerk in Düsseldorf wohnen blieben.

Der Meinung schloss sich Cook mit einem Vergleich von Düsseldorf und seiner Heimatstadt London an. "Die Größe der Stadt ist genau richtig, vergleichbar mit Glasgow oder Manchester. Hier trifft sich das Leben in der Stadtmitte und man fühlt sich in der Masse nicht so verloren." Anders als in London sei man außerdem schnell an andere, sehenswerte Städte des Rheinlandes angebunden.

Die für den Briten Cook überraschendste Erkenntnis nach Abschluss des kulturell-reichhaltigen Programms dürfte bei den meisten Düsseldorfern jedoch Unverständnis hervorrufen: Für Londoner Verhältnisse seien die Mietpreise hier äußerst günstig.

Quelle: RP
 
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