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Düsseldorf
Jugendamt will 17 Kitaplätze für Hochhaus

Düsseldorf. Der Eigentümer des Upper Nord Towers muss als Auflage für den Bau eine Kindertagesstätte errichten. Von Nicole Scharfetter

Irgendwann soll der sogenannte Upper Nord Tower mit dem Arag-Gebäude den nördlichen Stadteingang markieren. 36 Stockwerke, mehr als 400 Wohneinheiten, eine Außenfassade aus gebrannten Keramikfliesen und ein Café in der obersten Etage mit Blick bis zum Kölner Dom. Um das Hochhaus an der Mercedesstraße realisieren zu können, muss der Eigentümer Auflagen erfüllen, die von Annemarie Grafen vom Stadtplanungsamt in der Bezirksvertretung 2 vorgestellt wurden.

Mit den neuen Wohnungen steigt die Zahl der Bevölkerung am Mörsenbroicher Ei, entsprechend ergibt sich ein Mehrbedarf an Kinderbetreuungsplätzen. 17 sind es, hat das Jugendamt berechnet, die dauerhaft mit einer Einrichtung in der nahen Umgebung abgedeckt werden sollen. Der Eigentümer des Towers hat sich verpflichtet, diese Kita zu errichten und sie nach Fertigstellung mietfrei an die Stadt zu übergeben. Irgendwo im Bereich Mercedes-/Grashofstraße soll die Kita gebaut werden. Bis die Einrichtung steht, muss die Firma Upper Nord Tower eine barrierefreie, temporäre Großtagespflegestelle im Erdgeschoss des Hochhauses zur Verfügung stellen und weitere Plätze in einer städtischen Einrichtung in der Nähe anmieten.

Außerdem wird der Eigentümer des Hochhauses eine unterirdische Wertstoffsammelstelle bauen, die nach Bauende ebenfalls die Stadt übernimmt. Sammelbehälter für weißes, grünes und braunes Glas sollen dort stehen, außerdem zwei große Altpapiercontainer. Weil für den Bau 13 Bäume gefällt werden, müssen die Bauherren eine einmalige Ausgleichszahlung in Höhe von 44.000 Euro leisten. "Die Stadt verpflichtet sich im Gegenzug, das Geld zweckgebunden für Baumpflanzungen im öffentlichen Bereich zu verwenden", sagt Grafen. Außerdem wird der Bauherr rund um das Hochhaus sechs Bäume pflanzen. Weitere 226.000 Euro gehen an die Stadt, die mit dem Geld Spiel- und Freiflächen bauen wird. Wegen Platzmangels können rund um den Tower keine solchen Flächen entstehen. Selbst für die 45 Besucherparkplätze im öffentlichen Raum, die nicht in der Tiefgarage des Hochhauses untergebracht werden können, gibt es schon Pläne: "Wir werden versuchen, die Plätze an der Mercedesstraße auszuweisen", sagt Grafen, die sich auch eine Lösung an der Grashofstraße vorstellen könnte. "Dort will die Upper Nord voraussichtlich auch ein Projekt umsetzen."

Sämtliche ausgehandelte Vertragspunkte gelten auch, sollte es vor, während oder nach Baubeginn zu einem Eigentümerwechsel kommen. "Wir wären nur dann einverstanden mit einem Wechsel, wenn der neue Eigentümer dem gesamten Projekt zustimmt", versichert Annemarie Grafen. Unterschrieben sei der Vertrag schon von Upper Nord. Jetzt gehen die Unterlagen durch die verschiedenen Gremien.

Quelle: RP
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