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Düsseldorf
Junge Dichter zeigen ihr Talent

Düsseldorf. Kinder zwischen acht und zwölf Jahren machten begeistert mit beim Poesie-Fest. Von Sabine Schmidt

Reimen und Gedichte schreiben - das soll Spaß machen? Und wie! Mädchen wie Jungen waren beim Poesiefest des Heine Hauses begeistert dabei. Geleitet wurde die Veranstaltung von Rotraut Susanne Berner, einer der renommiertesten und erfolgreichsten deutschen Kinderbuchillustratorinnen, und von Christine Knödler, Journalistin und Herausgeberin von Geschichten- und Gedichtsammlungen.

Dass sie nicht nur schöne Bücher produzieren, sondern auch gut mit Kindern umgehen können, stellten die beiden beim "Pösiefest" unter Beweis.

Hier dichteten 14 junge Talente erst einmal gemeinsam. Tiere sollten im Mittelpunkt stehen, und so begann ihr wildes Reimen mit einem Igel: "Der Igel hatte Prügel mit einem Spiegel um einen Krümel, da wurde ihm ganz übel, und er fraß ganz viele Dübel..."

So eingestimmt verfassten alle eigene Texte über Rehe, Schlangen oder Maulwürfe, unglaublich konzentriert und emsig. "Ein Reh saß im Klee und trank Kaffee", reimte Marlena, und Sophie schrieb "Die Schlange hatte Bange vor dem Bär". Eingeladen waren Kinder zwischen acht und zwölf Jahren. Aber auch die erst sechsjährige Lisa-Marie, die noch nicht schreiben kann, war begeistert dabei und diktierte ihre Reime Christine Knödler in die Feder.

Kurze Gedichte entstanden, aber auch seitenlange. Rechtschreibfehler und Leistungskriterien spielten dabei keine Rolle. Hier ging es einmal nur um das Spielen mit Sprache und auch darum, neue Wörter zu erfinden. "Miegel" war eine der Wortschöpfungen. Was es bedeutet? Es könnte ein Tier sein oder etwas ganz anderes - beim Kinderpoesiefest waren der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Schließlich bastelten die Kinder aus Papiertüten Masken, passend zu den Tieren ihrer Gedichte, mit Nasen und Ohren, bunt gestaltet und liebevoll verziert. Zum Abschluss präsentierten sie sich mit den Masken ihren Eltern, und es gelang Berner und Knödler, alle Kinder, auch die schüchternen, zu ermutigen, ihre Gedichte vorzutragen. Für ihre Poesie wurden sie mit viel Beifall belohnt zum Abschluss eines fantasievollen, fesselnden Nachmittags.

Quelle: RP
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