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Düsseldorf
Junge Wissenschaftler erklären die Welt

Düsseldorf. Die Schüler machen Hoffnung, dass es gar nicht so schlecht um die wissenschaftliche Zukunft aussieht. Von Nicole Esch

Wer am Samstag in den Bilker Arkaden einkaufen ging, konnte eine Menge lernen. Düsseldorfer Schüler zeigten beim Wissenschafts-Wettbewerb "Science Day 2016" Naturwissenschaften zum Mitmachen, Staunen und Spaß haben. Die Kinder konnten sich Experimente aus den Bereichen Biologie, Chemie, Informatik, Physik und Technik aussuchen und diese vorstellen.

Enthusiastisch präsentieren zum Beispiel Nuran Tasdemir (13), Beyza Uzuncan (12) und Nur Hayat Ayyildiz (12) ihr Experiment. Die drei sind schon alte Wettbewerbshasen. Letztes Jahr haben sie noch getrennt voneinander an dem Wettbewerb teilgenommen. Ihr gemeinsames Interesse für Chemie habe sie dieses Jahr zusammengeführt, erzählt Nuran. "Wir experimentieren auch zu Hause gerne", berichtet Nur Hayat. Die Schülerinnen haben aus Alu- und Frischhaltefolie einen Vulkan gebaut, der durch die Vermischung von Essig und Backpulver "Lava" spuckt. "Der Versuch soll so leicht wie möglich sein, damit jeder es auch zu Hause ausprobieren kann", begründet Nuran die Auswahl des Experiments. Beyza kann sich gut vorstellen später mal was mit Chemie zu machen. Die Schülerinnen sind sich einig: "Wir machen aus Spaß mit und weil man wirklich was lernt. Die Gewinne sind nicht so wichtig."

Hakan Tüblüker (14), Tolgahan Akdemir (14) und Tayfun Özkul (15) gehen in Wuppertal zur Schule. Sie hatten eine nützliche Idee, die sie in nur drei Tagen umsetzten. "Unser Lehrer hat vorgeschlagen, etwas für Behinderte zu entwickeln, und wir haben die Idee erweitert", erzählt Hakan. Dabei rausgekommen ist ein Blindenstock für Blinde, die auch gehörlos sind. "Häufig werden an Ampeln akustische Signale eingesetzt, um die Ampelphasen anzuzeigen", erklären die Jungen. Wir haben vor den Ampeln im Boden LED-Lichter, die die Farbe anzeigen. Der Blindenstock hat unten Sensoren, die die Farben erkennen und bei grün vibrieren."

Dilara Cekic (16) und Jennifer Tran (16) haben zusammen an Experimenten zur Optik gearbeitet. Ohne zu zögern können sie jede Frage beantworten. Dilara hat aber nicht nur wegen der Wissenschaft am Wettbewerb teilgenommen. "Man lernt hier auch zu repräsentieren", begründet sie. "Ich wollte Erfahrungen sammeln, die mir fürs Studium nützlich sind." Beide wollen aber lieber Kunst studieren.

Die begeisterten Schüler und Schülerinnen machen Hoffnung, dass es in Deutschland gar nicht so schlecht um die wissenschaftliche Zukunft aussieht.

Quelle: RP
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