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Düsseldorf
Kammerpräsident: Häuser statt Module für Flüchtlinge

Düsseldorf. Erst kurz vor Beginn der Ratssitzung hatte die Stadtverwaltung der Politik eine Beschlussvorlage für den Ankauf von sechs Modulanlagen mit Kosten von knapp 70 Millionen Euro vorgelegt. Zu kurzfristig, fand die CDU und forderte mehr Beratungszeit. Nun steht das Thema heute ab 12 Uhr bei einer Sondersitzung des Haupt- und Finanzausschusses als einziger Punkt auf der Agenda. In den Wohnmodulen sollen an sechs Standorten 2000 Menschen leben. Die Stadt begründet das mit der Dringlichkeit, Wohnraum zu schaffen. Nach Ansicht der CDU wäre es nachhaltiger, für dieses Geld Wohnhäuser zu bauen.

Das sieht auch Andreas Ehlert, Präsident der Düsseldorfer Handwerkskammer so: "Ich bin schockiert", sagt er zu den Plänen der Stadtspitze. "Für 70 Millionen Euro könnte das Handwerk anstelle von Wohncontainern komplett neue Wohnungen bauen, die anschließend noch viele Jahre lang als Sozialwohnungen nachgenutzt werden könnten." Ein Kostenansatz von 35.000 Euro pro Bewohner sei bei Wohnmodulen, die keine lange Lebensdauer hätten, "schlicht nicht nachvollziehbar". Zumal sie auf städtischem Grund gebaut werden sollen.

(dr)
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