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Düsseldorf
Kampf gegen Parkprobleme durch Fluggäste

Düsseldorf. Die Mobile Redaktion der Rheinischen Post kommt morgen nach Unterrath. Diskutiert wird über Maßnahmen gegen Fremdparker. Von Julia Brabeck

Es ist Ferienzeit und damit nehmen die Parkprobleme in den Stadtteilen rund um den Düsseldorfer Flughafen besonders zu. Anlieger beklagen seit vielen Jahren Parkplatznot hervorgerufen durch Autos von Fluggästen. Teilweise werden die Wagen von einzelnen Reisenden abgestellt, welche Parkgebühren sparen wollen, teilweise werden aber auch ganze Straßenzüge systematisch von unseriösen Parkfirmen zugestellt, die mehr Aufträge annehmen, als tatsächlich Plätze auf dem eigenen Firmengelände vorhanden sind.

Viel unternehmen kann das Ordnungsamt gegen diese Autofahrer nicht. "Bei einem fremden Kennzeichen kann es sich beispielsweise auch um einen Besucher oder einen Firmenwagen handeln", sagt Michael Zimmermann, Leiter des Ordnungsamtes. Abgeschleppt werden dürften die Fahrzeuge ohnehin nur, wenn eine Behinderung bestehen würde oder in dem Gebiet ein enormer Parkdruck bestünde. So eine Situation nachzuweisen ist allerdings schwer.

Ein inzwischen bewährtes Mittel gegen die Fremdparker sind beschränkte Parkzeiten, die teilweise nur während der Ferienzeiten Gültigkeit haben. Das hat aber dazu geführt, dass die Flughafenparker in die angrenzenden Straßen ausgewichen sind, nun von dort Klagen der Anwohner kommen. "Wir können das Gebiet auch nicht unbegrenzt ausdehnen, da uns in den Ferienzeiten Personal fehlt, um das dann auch zu kontrollieren", sagt Zimmermann. Kollegen vom Ordnungs- und Servicedienst (OSD) helfen zwar aus, dennoch könne man täglich nur mit zwei Leuten zur Verkehrsraumüberwachung unterwegs sein. Und die gestaltet sich zudem recht aufwendig. Um beispielsweise die 24-Stunden-Parkzone zu überprüfen, muss die Stellung aller vier Reifenventile festgehalten und am nächsten Tag abgeglichen werden, um zu sehen, ob der Wagen bewegt wurde.

"Reglementierungen betreffen außerdem immer auch die Anwohner, denn diese müssen sich auch an die Einschränkungen halten", sagt Zimmermann. Anlieger beschweren sich deshalb immer wieder über die Parkzeitbeschränkungen. Bezirksbürgermeister Ralf Thomas möchte deshalb in den betroffenen Gebieten Anwohnerparken einführen. "Für freie Parkplätze müssen die Bürger halt die Kosten für den Ausweis in Kauf nehmen", sagt der Politiker. Bislang wird Anwohnerparken aber von der Verwaltung abgelehnt, da das Parken nur zu den Ferienzeiten ein besonderes Problem darstellen würde.

"Wir versuchen inzwischen mit allen Kräften, den unseriösen Parkfirmen das Leben schwerzumachen" sagt Holger Odenthal, stellvertretende Leiter des Amtes für Verkehrsmanagement. Dazu gehören auch Durchsuchungen der Geschäftsräume durch den Zoll.

Die Mobile Redaktion der RP steht morgen von 16 bis 17 Uhr an der Ecke Eckener/Kalkumer Straße. Bürger können dann Anregungen zum Problem Flughafenparker geben.

Quelle: RP
 
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