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Düsseldorf
Kapelle der Ulmer Höh' bleibt trotz Brand erhalten

Düsseldorf. Endlich auch einmal gute Nachrichten vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB): Nach ersten Begutachtungen geht der Landesbetrieb davon aus, dass die über 100 Jahre alte Gefängniskapelle erhalten werden kann. Die Statik des bei einem Brand schwer beschädigten Gebäudes sei noch nicht abschließend bewertet worden. "Aber es sieht gut aus - und deshalb lohnt sich, weiter zu investieren", sagt BLB-Sprecherin Christa Bohl. Aktuell werde eine Unterdecke entfernt, um das Dach zu entlasten.

Auf dem Gelände der ehemaligen Justizvollzugsanstalt Ulmer Höh war am 29. April ein Feuer ausgebrochen, bei dem der Dachstuhl der Kirche schwer beschädigt wurde. Die Polizei geht von Brandstiftung aus, hat aber keine Spur von den Tätern. Die seit mehr als vier Jahren leerstehenden ehemaligen Gefängnisgebäude waren vielfach Ziel unbefugter Eindringlinge gewesen: Neugierige, Graffiti-Künstler, aber auch Randalierer mit großer Zerstörungswut. Nach dem Brand als traurigem Höhepunkt der Vandalismus-Fälle hatte der BLB die Sicherheitsvorkehrungen verbessert und will die Gefängnisgebäude bis zum Jahresende abreißen lassen. Das Areal soll an einen Investor verkauft werden, der dort nach städtischen Planungsvorgaben Wohnungen baut.

Die Kapelle spielt dabei eine Sonderrolle, soll für ein soziales und gemeinnütziges Wohnprojekt erhalten bleiben. Die Baugruppe um Künstler Horst Wackerbarth will die Kapelle kaufen, hat sich auch nach dem Brand für deren Erhalt als historisches Bauwerk eingesetzt.

(sg)
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