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Düsseldorf
Kardinal Woelki besucht Flehe

Düsseldorf: Kardinal Woelki besucht Flehe
Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki weihte in der Fleher Kirche Mater Dolorosa (Schmerzreiche Mutter) den neuen Altar ein. FOTO: Andreas Endermann
Düsseldorf. Der Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki hat den Altar in der Kirche Schmerzreiche Mutter eingeweiht. Von Sainab Sandra Omar

Der unzeitgemäß hohe Sockel fiel Kardinal Woelki gleich bei seiner ersten Visite der Kirche Schmerzreiche Mutter in Flehe auf. Er habe sofort die Assoziation des Berges Golgatha gehabt, der zum Halten der Predigt zu erklimmen sei, erinnerte er sich gestern während der Messe im vollen Gotteshaus. Rund acht Jahre sind seitdem vergangen, nach einem aufwendigen Planungs- und Umbauprozess wurde der neue Altar der Gemeinde vorgestellt und in einer sonntäglichen Messe eingeweiht.

Die Altareinweihung nahm der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki selbst vor, und so war die Schmerzreiche Mutter Flehe gestern morgen sehr gut besucht. Er sei äußerst zufrieden mit dem "ansprechenden Ergebnis des Altarumbaus", den der Kardinal seinerzeit noch in der Funktion des Weihbischofs angeregt hatte. Das wesentliche Ziel sei es gewesen, mehr Volksnähe zwischen dem Zelebranten und der Gemeinde herzustellen. Schließlich stand der ursprüngliche Altar der Kirche auf einem vierstufigen Sockel, der bestiegen werden musste und von dem aus der Priester auf die Gläubigen hinabsah. Zudem war diese Altarinsel von einer massiven Kommunionbank eingefasst, die die beiden Bereiche noch deutlicher voneinander trennte. Es müsse mehr Nähe hergestellt werden, befand Woelki damals, nach langen Verhandlungen mit dem Erzbistum konnten die Umbaumaßnahmen im April nach der Erstkommunion endlich beginnen. Das Wuppertaler Architekturbüro Rocho wurde mit der Neugestaltung des Altarraums betraut, der sich nun offen und zugänglich zeigt. Der Altar sei schließlich "das Symbol des wiederkehrenden Christus in unserer Mitte", wie Kardinal Woelki sagte, bevor er den gesamten Altar mit Chrisam-Salbe einrieb, die außer zur Altarweihe auch zu Taufe und Priesterweihe verwendet wird.

Der Abbau des ursprünglichen Altarfundaments brachte einen alten Grabstein zutage, zudem wurde ein behindertengerechter Zugang geschaffen.

Quelle: RP
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