Prognose fürs Karnevalswochenende

Das Wetter wird ungemütlich - Schnee und Gewitter möglich

Die schönsten Fotos von Altweiber FOTO: Bretz, Andreas

Köln/Düsseldorf. Raus aus dem Minirock, rein in das Ganzkörperkostüm: Die Narren müssen sich am Wochenende und am Rosenmontag warm anziehen - ein Regenschirm könnte sinnvoll sein.

Die Karnevalisten in NRW müssen sich am Wochenende und am Rosenmontag auf mitunter ungemütliches Wetter einstellen. "Der Samstag wird nicht trocken bleiben", sagte Ulrike Zenkner vom Deutschen Wetterdienst. Große Regenmengen seien aber nicht zu erwarten. Die Temperaturen klettern auf bis zu sechs Grad im Rheinland. Am Sonntag sorgt ein Regengebiet mit ordentlich Wind für eine Mischung aus allem: Am Vormittag ist sogar im Flachland Schnee möglich. Danach gibt es Schauer in allen Varianten: Regen, Schneeregen oder Graupel. Im Rheinland wird es mit acht Grad wieder am wärmsten.

Altweiber 2018 in Düsseldorf - so wird gefeiert FOTO: Anne Orthen

"Am Rosenmontag wird sich wahrscheinlich auch mal die Sonne blicken lassen", prognostiziert Zenkner - und schickt ein großes Aber hinterher: Schauer seien möglich, die auch im Flachland als Schneeregen fallen könnten. Die Meteorologin erwartet sogar kurze Gewitter. Im Rheinland können es bis zu sechs Grad werden, in Westfalen höchstens vier.

Viele Einsätze an Weiberfastnacht

Am Donnerstag hatten zehntausende Karnevalisten bei trockenem Wetter und viel Sonnenschein Weiberfastnacht gefeiert. Die Polizei in Köln war mit rund 1600 Polizisten im Einsatz. 94 Personen kamen vorübergehend in Gewahrsam. Zudem gingen 356 Strafanzeigen ein, in den meisten Fällen handelte es sich um Körperverletzung. In Düsseldorf sorgten 400 Beamte für Recht und Ordnung. Am Donnerstag und frühen Freitagmorgen mussten sie 250 Mal eingreifen. 38 Menschen wurden in Gewahrsam genommen, es gab 40 Anzeigen wegen Körperverletzungen. Zwölf Polizisten wurden im Laufe des Tages leicht verletzt, elf davon durch Pfefferspray.

In Brühl bei Bonn stürzte ein 18 Jahre alter Karnevalist an einer Straßenbahn-Haltestelle auf die Gleise und starb. Ein 17-Jähriger im Bärenkostüm fiel laut Feuerwehr von einer Mauer in den Rhein. Er wurde mit einem Boot an Land gerettet und unterkühlt in ein Krankenhaus gebracht. Nach Feuerwehrangaben rückte der Rettungsdienst allein in der Domstadt bis Freitagmorgen zu mehr als 800 Einsätzen aus - etwas weniger als im Vorjahr (gut 950 Einsätze). Im oberbergischen Waldbröl verletzten in der Nacht auf Freitag drei Angreifer einen 41-jährigen Mann mit mehreren Messerstichen lebensgefährlich. Die Kriminalpolizei Köln richtete eine Mordkommission ein.

In Düsseldorf stürzte ein 19-Jähriger drei Meter tief von einer Mauer in die Düssel und verletzte sich schwer. Am frühen Freitagmorgen brach ein Mann im Cowboy-Kostüm in einen teilweise zugefrorenen Weiher ein und kam mit Unterkühlungen in eine Klinik. Die Feuerwehr der Landeshauptstadt registrierte über 940 Einsätze, das waren deutlich mehr als im Vorjahr (568 Einsätze).

(wer/lnw)

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