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Neuer Termin für Rosenmontagszug
Immer schön flexibel bleiben

Zugabsage: Düsseldorfer Promis feiern am Rathaus
Zugabsage: Düsseldorfer Promis feiern am Rathaus FOTO: Bretz, Andreas
Meinung | Düsseldorf. Brauchtum darf nicht zum reinen Event verkommen. Dennoch gibt es eine Million gute Gründe, den Zoch nachzuholen. Wir brauchen jetzt eine rheinisch-flexible Lösung. Von Horst Thoren

Karneval ist eine ernste Angelegenheit. Da bleibt kaum etwas dem Zufall überlassen. Schon gar nicht der Termin. Gefeiert wird vor Aschermittwoch – und nicht danach. Schließlich folgt dem Karneval die Fastenzeit. Deshalb haben Gardisten und andere Prunkkarnevalisten ab Aschermittwoch Kostümverbot, darf selbst der Prinz sein Ornat nicht mehr überziehen. Das Helau muss ihm im Hals stecken bleiben. Ausgelassenes närrisches Feiern ist erst ab dem Elften im Elften wieder gestattet. Wenn jetzt allen Ernstes über einen Ersatztermin für den ausgefallenen Rosenmontagszug nachgedacht wird, ist das gegen jede Tradition. Aber warum eigentlich?

Brauchtum darf nicht zum reinen Event verkommen, das beliebig, ohne Sinn und Verstand gefeiert wird. Es muss dem Ersatz-Karneval aber nicht zwangsläufig an Sinn und Verstand fehlen. Es gibt hunderttausend, sogar eine Million gute Gründe, den Zoch nachzuholen. Denn so vielen Menschen ist – zum Beispiel in Düsseldorf – das närrische Treiben ein Grundbedürfnis. Daher die rheinisch-flexible Lösung: Nicht nur der Zoch wird verschoben, auch der Beginn der Fastenzeit wandert mit auf einen neuen Termin. Wie viele Jecke daran dann auch teilnehmen, bleibt ihnen überlassen. Rheinisch eben.

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