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Einsatzbilanz zu Karneval
Zwei Frauen sollen in Köln vergewaltigt worden sein

Karneval 2018 Polizeibilanz: Zwei Frauen sollen in Köln vergewaltigt worden sein
Blaulicht eines Polizeiwagens. (Symbolfoto) FOTO: dpa
Köln/Düsseldorf. Der Karnevalsauftakt in NRW ist laut Polizei weitestgehend ruhig verlaufen. Negativ-Meldungen gibt es aus Köln: Zwei junge Frauen haben bei der Polizei Vergewaltigungen angezeigt.  

Zur ersten Vergewaltigung sei es in einer Wohnung gekommen, in die eine junge Frau zuvor mit mehreren Personen gegangen war, teilt die Polizei in Köln mit. Nähere Angaben machte sie zunächst nicht.

Außerdem fand die Polizei in der Nacht zu Freitag an der Zülpicher Straße eine 21-jährige Kölnerin mit schweren Gesichtsverletzungen. Die junge Frau war offenbar vergewaltigt worden. Die Polizei nahm kurz darauf einen 22-jährigen, polizeibekannten Mann fest, der einem Haftrichter vorgeführt werden soll. Die Ermittlungen zu beiden Vorfällen dauern an.

In der südlichen Altstadt von Köln nahmen die Beamten einen betrunkenen 28-Jährigen fest, der eine Frau sexuell belästigt haben soll. Insgesamt seien sechs Sexualdelikte zur Anzeige gebracht worden.

Insgesamt war die Polizei an Altweiber in Köln mit 1600 Kräften im Einsatz. Der Einsatz sei gut verlaufen, sagte Leiter Martin Lotz, die meisten Probleme machten stark betrunkene Jecken. 

Am frühen Altweiberabend geriet ein 21-jähriger Karnevalist aus Dortmund unter eine Straßenbahn und wurde schwer verletzt. Ein 17-Jähriger fiel in Höhe des Tanzbrunnens in den Rhein. Laut Feuerwehr war er beim Tanzen von der Mauer gestolpert. Er wurde gerettet und in ein Krankenhaus gebracht.

Auch in Brühl geriet ein junger Mann unter eine Straßenbahn. Als die Bahn anfuhr, wurde er überrollt. Der 18-Jährige kam ums Leben.

Die Düsseldorfer Polizei gab eine positive erste Einschätzung zum Altweibergeschehen ab. Neben den üblichen Handgreiflichkeiten sei der Karnevalsbeginn "in einem ruhigen Rahmen" verlaufen, teilte ein Polizeisprecher am Freitagmorgen mit. Am Donnerstagabend stürzte allerdings ein junger Mann in der Altstadt in die Düssel. Er wurde lebensgefährlich verletzt. In der Nacht zu Freitag brach zudem ein Mann im Cowboy-Kostüm in einen teilweise zugefrorenen Weiher ein und kam mit Unterkühlungen in eine Klinik.

In Krefeld wurde eine 16-Jährige sexuell belästigt.

In Bonn nahm die Polizei bis zum späten Abend 14 Menschen in Gewahrsam, die betrunken waren und randalierten. An insgesamt 62 Personen wurden Platzverweise erteilt. In einer Mitteilung vom Donnerstagabend war außerdem die Rede von zwei Fällen sexueller Belästigung beziehungsweise Nötigung. Insgesamt war die Bonner Polizei mit mehr als 500 Beamten im Einsatz. Die Einsatzzahlen waren im Vergleich zum Vorjahr nur unwesentlich erhöht.

Die Aachener Polizei zog ebenfalls eine erste positive Bilanz. Es sei war zu einigen Auseinandersetzungen gekommen, zumeist bedingt durch Alkoholkonsum. Insgesamt sei es aber ruhig geblieben. Zwischen 11 Uhr morgens und 1 Uhr in der Nacht gab es 235 Einsätze für die Polizei, davon 22 Streitigkeiten und neun Schlägereien. Im Vorjahr habe es in dieser Zeit 401 Einsätze gegeben.

Im bergischen Voiswinkel fiel ein feiernder 19-Jähriger auf, der noch zwei Wochen Jugendarrest offen hatte - für ihn war Karneval damit bereits zu Ende. Auch bei den vereinzelten Karnevalsveranstaltungen im Ruhrgebiet und im Sauerland blieb es nach ersten Einschätzungen der Polizei überwiegend ruhig.

(sef/lsa/lnw)
 
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