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Düsseldorf
Prinzenballrätsel: Wer gehört zu wem?

Rätsel: Prinzenball: Wer gehört zu wem?
Rätsel: Prinzenball: Wer gehört zu wem? FOTO: Hans-Juergen Bauer (hjba)
Düsseldorf. Der Ball war eine gelungene Edel-Party. Elbers Laudatio auf Nachfolger Geisel überraschte alle Prinzen und Zuhörer. Von Thorsten Breitkopf und Hans-Jürgen Bauer (Fotos)

Der Prinzenball ist so etwas wie der Wiener Opernball unter den Lackschuhkarnevalssitzungen. Prinzenball ist Karneval der anderen Art. Ganz Düsseldorf-typisch gibt es dort Frack und Smoking statt Clowns-Kostüm und Cowboy-Hut. Der Saal des Hilton-Hotels wird mit Tuch zum Benrather Schloss umgestaltet. Die Gäste sitzen an runden Tischen, speisen edel, und trinken viel Champagner und eher wenig Altbier.

Bei den Damen gibt es einen unausgesprochenen Wettbewerb um das schönste Kleid. Und noch eine heimliche Regel: Man kommt nicht ohne Begleitung, zur Not muss eine Kollegin, Schwester, der beste Freund oder die Tochter Ersatz leisten. Daher haben wir auf dieser Seite ein Rätsel untergebracht: Welche schick gekleidete Dame ist die Begleitung des zugehörigen Herrn?

Prinzenclub-Präsident Jobsi Driessen war es gelungen, eine schnelle und wirklich unterhaltsame Mischung in den Abend zu bringen. Zum Auftakt kam die Tanzgarde Kammerkätzchen aus Köln -ausgerechnet mit dem Lied "Wir sind Kölle". Wer bei den Liedern von Andy Rühl die Augen schloss, hatte den Großmeister Udo Jürgens vor Augen. Ob mit der Smokie-Revival-Band, Rest of Best oder Heavens Club - es gab Dutzende Gelegenheiten zu Musik nach jedem Geschmack zu tanzen.

Ein Novum: Ein Alt-Oberbürgermeister hielt vor den Ex-Prinzen im Séparée die Laudatio auf seinen Nachfolger. Im Kreise der Mitglieder des Prinzenclubs wurde Oberbürgermeister Thomas Geisel am Samstag wie seine Vorgänger als Ehrenmitglied aufgenommen, wenige Minuten vor dem Start des Prinzenballs. "Lieber Thomas, danke dass du pünktlich bei uns bis", startete Elbers seine Rede. Wer mit Geisel zu tun hat, weiß, dass das eher die Ausnahme ist. Und dann dankte er, dass Geisel die goldene Ordenskette des Prinzenclubs trug, und nicht die Goldkette von Bert Wollersheim. Geisel hatte sich als dieser bei der Fernsehsitzung verkleidet und damit eine lebhafte Diskussion über die Grenzen der Narrenfreiheit ausgelöst.

Elbers und die Prinzen des Clubs aber erteilten ihm Absolution und bekräftigten, die Freiheit der Kostümwahl müsse unbedingt verteidigt werden. Elbers nutzte seine Redezeit für eine pointierte Laudatio. "Fünf Minuten Rede für einen Politiker scheinen unmöglich, für einen ehemaligen Politiker sind sie vollkommen ausreichend", meinte der Ex-OB. Dann schlug Elbers seinem Vorgänger noch vor, erster OB zu werden, der ordentliches Mitglied im Prinzenclub werden könnte, mit anderen Worten, selbst Prinz zu werden. Bislang werden alle männlichen OB und ehemaligen OB Ehrenmitglied im Prinzenclub. "Vielleicht sind wir ja bald zu Dritt", spielte Elbers auf die nächste Oberbürgermeisterwahl im Jahr 2020 an. "Aber noch nicht so bald."

Elbers ließ sich die Chance nicht entgehen, die RP in der Laudatio als "Satirezeitung Rheinische Post" zu bezeichnen, da sie ihn für das Dschungelcamp vorgeschlagen hatte. Und auch Geisel bezeichnete die RP im Nachgang wegen diverser Texte als "Satireblatt". "Zum Abschluss möchte ich dich noch bitten, nicht den Prinzenclub umzubenennen", sagte Elbers in Anspielung auf solche Pläne für Flughafen und Mannesmann-Hochhaus. "Niemand hat die Absicht, diesen Club umzubenennen", konterte Geisel. Bei der Übergabe der Clubmütze musste sich der viel größere Vorgänger weit herunter bücken. "Aber bitte jetzt nicht auf die Knie gehen, Dirk", warf Geisel ein. Die Prinzenmütze ist übrigens ein Unikat, Preis: 550 Euro.

Quelle: RP
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