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Düsseldorf
Zoch und Messe - Sorge vor Taximangel

Zugabsage: Düsseldorfer Promis feiern am Rathaus
Zugabsage: Düsseldorfer Promis feiern am Rathaus FOTO: Bretz, Andreas
Düsseldorf. Durch die Messe Pro Wein und den nachgeholten Karnevalszug, der am Rosenmontag wegen Sturm abgesagt wurde,  könnten Taxis am 13. März knapp werden. Von Thorsten Breitkopf und Uwe-Jens Ruhnau

Zur Freude der Düsseldorfer Karnevalisten wird der Rosenmontagszug am 13. März in der Düsseldorfer Innenstadt nachgeholt. Sorgen bereitet das aber den Verantwortlichen bei der Messe Düsseldorf. Denn am gleichen Tag, einem Sonntag, beginnt in Düsseldorf auch die Messe Pro Wein - 50.000 Fachbesucher werden erwartet. "Und die allermeisten, auch aus dem benachbarten Ausland, kommen erfahrungsgemäß mit dem Auto", sagt der zuständige Messe-Geschäftsführer Hans Werner Reinhard.

Er geht davon aus, dass viele Taxis an dem Tag durch die Feiernden in der Innenstadt gebunden sind und nicht für Messebesucher zur Verfügung stehen - besonders bei Messeschluss um 19 Uhr. Auch während der Messe-Öffnungszeiten könnte es zu Problemen kommen, weil weite Teile der Innenstadt gesperrt sind und die Messebesucher demnach nicht zu ihren Hotels kommen. Die Möglichkeit, dass Taxis aus dem Umland aushelfen, ist nicht gegeben. Die Fahrzeuge aus Nachbarstädten dürfen die Düsseldorfer Taxistände nicht anfahren.

Bei der Taxi-Genossenschaft sieht man das Problem nicht so drastisch. "Sicher, es könnte zu Messeschluss zu einem Engpass kommen, aber viele Jecken werden um 19 Uhr wieder zuhause sein", sagt Markus Dalkilic vom Vorstand der Taxi-Genossenschaft. Der Engpass werde maximal eineinhalb Stunden dauern. Außerdem sei das Problem entschärft, weil der Karnevalszug ja eine Stunde früher als üblich startet und die Sperrungen in der Innenstadt entsprechend früher aufgegeben werden. "Wir werden unsere Mitgliedsunternehmer aber auffordern, mehr Fahrzeuge einzusetzen", sagt Dalkilic. Normalerweise sind sonntags weniger Taxen im Dienst, es gibt also Reserven.

Mit Blick auf die Messe Pro Wein gab es bei der Stadt auch Überlegungen, am Tag des Umzugs ein Glasverbot in der Altstadt einzuführen. Das ist zu Karneval an Altweiber und Rosenmontag mittlerweile Standard, der Rosensonntagszug fällt aber letztlich doch in eine andere Kategorie - und deswegen soll es auch kein Glasverbot geben. Überspitzt ausgedrückt: Der 13. März wird vermutlich eher Familienausflug als Partyexzess. Dabei kommen mehrere Dinge zusammen. "Anders als beim Rosenmontag rechnen wir nicht mit einem flächendeckenden Feiergeschehen in der Altstadt bis in den späten Abend", sagt Ordnungsamtsleiter Michael Zimmermann.

Der Zug beginnt um 11.30 Uhr, nach gut vier Stunden hat er die Altstadt passiert. In vielen Gaststätten sind von und für Messebesucher Räume reserviert. Nach aktuellen Überlegungen werden in der Altstadt nur an ganz wenigen Stellen während des Umzugs aus Sicherheitsgründen die Terrassen weggeräumt, die Königsallee wird während und nach dem Zug das Zentrum des jecken Geschehens. Dort soll es auch eine zentral gesteuerte flächendeckende Beschallung geben.

Quelle: RP
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