| 00.00 Uhr

Düsseldorf
Nur 30 Minuten TV-Übertragung

Sven Lorig muss in Düsseldorf improvisieren: 30 Minuten TV-Übertragung
Sven Lorig moderierte erstmals im Karneval aus Düsseldorf. Er konnte früher Feierabend machen als erwartet. FOTO: Andreas Endermann
Düsseldorf. Drei Wochen lang hatte sich Sven Lorig auf seine Premiere als Zoch-Moderator für den WDR vorbereitet - und dann wurde es doch ein ganz anderer Arbeitstag als erwartet.

Gefragt war kein launiger Kommentator des Festzugs, sondern ein Nachrichten-Reporter: Für die "Tagesschau" und diverse andere Sendungen erläuterte Lorig immer wieder, warum sich die Organisatoren in Düsseldorf für eine Absage entschieden hatten. "So viele Live-Schaltungen an einem Tag habe ich schon lange nicht mehr erlebt", sagt er.

Sein persönlicher Höhepunkt war, wie ihm Jacques Tilly vor dem Rathaus live vor der Kamera seine Mottowagen erklärte. Für den Moderator hatte die Absage eine weitere überraschende Folge: Er hatte schon um 13.30 Uhr Sendeschluss und konnte entspannt in einer Kneipe weiterfeiern. "Das hätte ich nicht erwartet." Traurig fand er den Ausfall trotzdem. "Das tut mir echt leid für das Prinzenpaar und auch für Achim und Olli, die ihren letzten Auftritt im Karneval feiern wollten", sagt er.

Eine halbstündige Sendung aus Düsseldorf war am Vormittag im Internet sowie am frühen Nachmittag im WDR-Fernsehen zu sehen. Darin wurde deutlich, was Lorig zuvor angekündigt hatte: Die Übertragung aus der Landeshauptstadt sollte stärker als bisher den politischen Schwerpunkt herausstellen. Der Moderator des ARD-Morgenmagazins knüpfte im Gespräch mit Jacques Tilly an aktuelle politische Entwicklungen an. Zudem schien er darum bemüht, auch für den nicht aus Düsseldorf stammenden Zuschauer die Besonderheiten des Zugs zu erklären. So erläuterte Lorig etwa den Unterschied von Gesellschafts- und Mottowagen.

Aufgelockert wurde die Übertragung durch Einspieler sowie durch Interviews von Einslive-Moderator Simon Beeck, der unter anderem mit Kabarettist Jürgen Becker, dem Prinzenpaar und Oberbürgermeister Thomas Geisel sprach. Nicht in Erscheinung trat bei der verkürzten Sendung Barbara Oxenfort.

(arl/jaw)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Sven Lorig muss in Düsseldorf improvisieren: 30 Minuten TV-Übertragung


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.