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Vereins-Zoff in Düsseldorf
Venetienclub: Saitta steigt als Ehrenmitglied und Sponsor aus

Vereins-Zoff in Düsseldorf: Venetienclub: Saitta steigt als Ehrenmitglied und Sponsor aus
Giuseppe Saitta schmeißt hin. FOTO: Bernd schaller
Düsseldorf. Der offen ausgetragene Streit der Venetien hat nun erste Folgen für den Verein: Giuseppe Saitta, Gastronom aus dem Linksrheinischen und CDU-Ratsherr, gibt seine Ehrenmitgliedschaft in dem ansonsten rein weiblich besetzten Club zurück und steigt als Sponsor aus. Von Denisa Richters

"So ein Verein muss für Spaß und Karneval stehen. Das Bild, das der Venetienclub aber derzeit in der Öffentlichkeit abgibt, ist verheerend, das kann ich nicht mittragen", sagt Saitta im Gespräch mit unserer Redaktion.

Nächste Runde im Kampf der Ex-Venetien: Nach dem eingeleiteten Ausschlussverfahren des Club-Vorstands gegen die Gründungspräsidentin Angela Erwin und ihrem bekanntgegebenen Austritt aus dem Verein springt jetzt mit Giuseppe Saitta nicht nur ein starker Sponsor ab, er tritt wegen der Fehde der Frauen auch als Ehrenmitglied aus. "Das alles zeigt, dass ein falsches Team am Ruder ist. Die müssen sich neu sortieren und einen Neuanfang machen", sagt Saitta.

Das ist der Venetienclub in Düsseldorf

Seiner Ansicht nach wird der Verein von der Geschäftsführerin Heidrun Leinenbach als politische Plattform genutzt. Sie habe auf der Vereinsseite 2014 ein Interview gepostet, in dem es darum ging, dass sie bei den Vorstandswahlen der Düsseldorfer CDU gegen den amtierenden Vorsitzenden Thomas Jarzombek kandidierte. Schon damals habe er interveniert, so Saitta. Die jetzige Eskalation sieht er als Fortsetzung davon. "Auch die Präsidentin sollte einschreiten, wenn der Verein als politische Plattform genutzt wird."

Für Zündstoff hatte vor allem gesorgt, dass Leinenbach sich in der Whatsapp-Gruppe des Venetienclubs nach einer Karnevalsveranstaltung despektierlich über Andreas Hartnigk, den Vize-Vorsitzenden der CDU-Ratsfraktion und guten Freund von Angela Erwin, geäußert haben soll. Erwin soll Hartnigk davon in Kenntnis gesetzt haben. "Daran ist unter Freunden nichts Verwerfliches", sagt Hartnigk. In der Folge soll ein mit Hartnigk befreundeter Sponsor mit Rückzug gedroht haben, Erwin wird deshalb vom Vereinsvorstand um Präsidentin Ute Heierz-Krings und Geschäftsführerin Leinenbach vereinsschädigendes Verhalten vorgeworfen.

In den Unterstützerkreisen Erwins ist man darüber empört – vor allem auch deshalb, weil der Beschluss, das Ausschlussverfahren gegen sie einzuleiten, in einer Sitzung beschlossen wurde, bei der sie wegen des Todes ihres Großvaters Willi Schüßler nicht dabei sein konnte, und einen Tag vor dessen Beerdigung an die Öffentlichkeit gespielt wurde. Ziel sei offenbar, Erwin auch politisch zu schaden.

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