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Düsseldorf
Kaschmir-Unternehmer lobt Modestandort

Düsseldorf. Brunello Cucinelli hat an der Königsallee seinen sechsten Laden in Deutschland eröffnet. Von Dagmar Haas-Pilwat

Mit Kaschmir hat er ein Vermögen gemacht. Heute gehört Brunello Cucinelli, aufgewachsen als Bauernjunge in einem umbrischen Dorf, zu Italiens reichsten Männern. Seine Kollektionen (einer seiner Pullover kostet so viel wie ein guter Anzug) liegen in Creme-, Braun-, oder Grautönen weltweit in den Luxusboutiquen aus und erzielten 2014 einen Gewinn von 357 Millionen Euro.

Gestern kam der 62 Jahre alte Gründer und Präsident des Familienunternehmens eigens aus Mailand zur offiziellen Eröffnung seines Düsseldorfer Hauses in die Kö-Galerie. Gemeinsam mit Deutschland-Geschäftsführer Michael Meyer wollte er persönlich die 200 Gäste begrüßen. Darunter waren Italiens Generalkonsul Emilio Lolli, Unternehmer Patrick Schwarz-Schütte, Sammlerin Julia Stoschek, die Modemacher Steffen Schraut und Judith Dommermuth.

Noch gut kann sich Cucinelli an seine Anfänge erinnern. "Seit 1978 ist unser Unternehmen mit Düsseldorf durch die wichtige Messetradition verbunden. Hier in der Stadt haben wir anlässlich der CPD erstmals unsere Mode im Hotel Hilton vorgestellt und den Grundstein der Firma gelegt." Nach Sylt, Hamburg, Berlin, München und Frankfurt am Main ist der 400 Quadratmeter große, über zwei Etagen edel ausgestattete Laden in der ersten Reihe an der Kö der inzwischen sechste in Deutschland. "Wir sind glücklich, nun endlich ein Geschäft in Düsseldorf zu haben, einem lebendigen deutschen Zentrum für Mode, Kunst und europäische Kultur", betonte der Luxus-Kaschmir-Stricker.

Auf Italienisch (er spricht kein Englisch) schwärmte der Unternehmer von seinem neuesten Projekt: Bis Mitte 2016 will er, finanziert aus der eigenen Familienstiftung, die Umgebung seines Industrie-Imperiums, das mittelalterliche "Borgo Solomeo", mit Naturparks umgeben. Die Grünanlage soll den Beschäftigten das Gefühl geben, dass sie ihre Arbeit mit Würde verrichten. Was bestimmt gut fürs Geschäft ist und für Brunello Cucinelli, der wie er sagt "nicht der Reichste auf dem Friedhof sein will".

Quelle: RP
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