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Keine Hilfe vom Land

Düsseldorf. Ob die Bezirksregierung sich wirklich verrechnet hat, ist unklar. Gestern hieß es nur, man prüfe den Einwand. Klar ist in jedem Fall: Der Mangel an Plätzen für Flüchtlinge bleibt dramatisch. Das zeigt sich nicht zuletzt daran, dass die Stadt froh ist, nun das Bettenlager in der Messe übernehmen zu können - trotz der Vorsätze, auf solche sozial schwierigen und teuren Notunterkünfte zu verzichten.

Auf Unterstützung vom Land kann Düsseldorf dabei leider nicht bauen. Der große Einsatz als Drehkreuz für Flüchtlings-Züge wird nicht gewürdigt - stattdessen pocht man nun auf die Quote. Und warum muss die Stadt immer weitere Unterkünfte heranschaffen, während in Hubbelrath seit Jahren eine große Kaserne leer steht? Das ist ein Rätsel, dessen Lösung man höchstens in Amtsstuben versteht.

arne.lieb@rheinische-post.de

Quelle: RP