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Ferien-Report
Kinder singen und tanzen zu Musik aus aller Welt

Düsseldorf. "Karibuni" gab im Familienzentrum Hassels ein Mitmachkonzert, rund 60 Kinder nahmen teil.

Hassels Es sind Kinder aus Ländern wie Syrien, Sri Lanka, Togo, Albanien, Russland, China und Deutschland, die gemeinsam in der Gymnastikhalle mit den bunt bemalten Wänden im Familienzentrum Hassels wie ein Känguru hüpfen, auf einem imaginären Esel reiten und zu einem Gewitter im Regenwald tanzen.

"Das Mitmachkonzert von 'Karibuni' zieht die Kinder in den Bann", bemerkt Stefanie Maurer, deren Tochter Carolina (4) mit den anderen rund 60 Kindern singt und tanzt. Die Kinderbücherei, der Kinderclub und das Familienzentrum in Hassels haben das Konzert am Donnerstag gemeinsam organisiert.

"Karibuni" bedeutet auf Kiwsahili, einer afrikanischen Sprache, "Willkommen". Das gleichnamige Trio besteht aus dem Senegalesen Farad Diouf, dem Deutschen Pit Budde und Josephine Kronfli. Sie kommt aus Äthopien, ihr Vater ist Syrer. Genauso vielfältig wie die Herkunft der Musiker sind die Lieder, die sie, auch mehrstimmig, singen. Es sind Texte in der Sprache der nordamerikanischen Indiander, aus Kamerun, dem Libanon und Australien. Ein Lied über den Regenwald haben sie selbst komponiert. "Wir wollen mit unserer Musik die Menschen für fremde Kulturen und Umweltthemen sensibilisieren und faszinieren", sagt Gitarrist Pit Budde (64). Dabei sei die Reaktion und die Begeisterungsfähigkeit der Kinder das Schönste, erklärt er. Und begeistert sind die Zuhörer allemal.

"Das Lied über das Känguru fand ich toll", sagt Sara (11). Ihre Freundinnen Fiona (12) und Jasmina (8) mögen "Waka Waka". Allen dreien hat jedoch das Tanzen zur Musik am Besten gefallen. Auch Aaron (9) aus Sri Lanka, Sadik (9) und Sadat (7) aus dem Togo und dem Deutschen Justin (10) hat das Konzert Spaß gemacht. "Aber Waka Waka war das Schönste", beschließen sie einmütig. Die Erwachsenen sind ebenfalls begeistert. Zuhörerin Eva-Maria Gößling lobt die "schöne Initiative". "Ein tolles Konzert", sagt Dieter Blaggenborg (31), Leiter des Kinderclubs.

Kein Wunder bei der facettenreichen Musik. Kronfli spielt auf einer irischen Flöte, singt und tanzt; Budde unterstützt sie mit Gitarre und Diouf trommelt auf Kongos. Regen- und Donnermacher sorgen für das jeweils passende Ambiente. "Das ist aber nicht alles", erklärt der Gitarrist: "Im Studio spielen wir auch mit Digeridoo, Mandoline, Banjo, Hackbrett oder Daumenklavier."

Auf die Idee zu "Karibuni" kamen Budde und Kronfli, als sie für ihre gemeinsame Tochter keine Kinderlieder fanden, die auch ihnen gefielen. Da sie dem Mädchen Musik aus verschiedenen Kulturen näherbringen wollten, machten sie diese kurzerhand selbst. Durch das Musizieren mit Freunden aus anderen Ländern entwickelte sich schließlich die Idee der "Weltmusik für Kinder", die sie heute mit "Karibuni" und ihren CDs und Büchern verkörpern.

"Wir wollten schon immer etwas Interkulturelles veranstalten, was Kindern Freude macht", sagt die Leiterin der Kinderbücherei, Hedwig Lepique (62). In der Bücherei sind viele mehrsprachige Bücher vorhanden, oft finden dort Veranstaltungen wie Kindertheater oder Lesungen statt.

Zwischen ihren Abenteuern auf den verschiedenen Kontinenten ruhen sich die Kinder kurz auf ihren Stühlen aus. Sobald "Karibuni" jedoch das nächste Lied anstimmt, sind sie schon wieder auf den Beinen und singen und tanzen sich durch die Länder der Welt.

Quelle: RP
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