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Düsseldorf
Kinder teilen Spielzeug mit Flüchtlingskindern

Düsseldorf. Die Augen der Kinder aus Albanien, dem Irak und Syrien leuchten, als Franziskaner-Bruder Peter Amendt und Stefanie Kaufmann vom Verein "vision teilen" - begleitet von Düsseldorfer Jungen und Mädchen - ihnen gestern Nachmittag Weckmänner und Spielzeug in die Hand drücken. Die Kinder und ihre Eltern leben in der Halle des Sportinstituts der Universität. Kaufmann hat ein Buch mitgebracht, das vom Leben des heiligen Martin handelt. Auf Englisch erzählt sie den Kindern, wie der Ritter seinen warmen Mantel mit dem frierenden Bettler teilt. Dolmetscher übersetzen die Geschichte ins Arabische und Albanische. "Auf Persisch waren wir auch vorbereitet, aber Kinder aus dem Iran waren heute nicht dabei", sagt Kaufmann. 50 Weckmänner hat die Bäckerei Puppe gespendet. Das Spielzeug kam über eine Mail-Aktion im Freundeskreis von Kaufmann zusammen.

Der von Amendt geleitete Verein "vision teilen" betreibt den "Gutenachtbus", der Obdachlose in den Abend- und Nachtstunden mit dem Notwendigsten versorgt. Weckmänner und kleine Überraschungen gab es deshalb noch ein zweites Mal am gestrigen Martinstag. Gegen 22 Uhr bescherten Helfer von "vision teilen" arme Menschen vor dem Kom(m)ödchen in der Altstadt. Ein bewusst gesetztes Signal. "Menschen, die vor Krieg und Verfolgung fliehen und bei uns Schutz suchen, brauchen Hilfe, aber eben auch jene, die bei uns Not leiden", sagt der Franziskaner. Deshalb habe man die Aktion unter das Motto "St. Martin ist für alle da" gestellt. Seit immer mehr Schutzsuchende nach Düsseldorf kommen, teilt sich der "Gutenachtbus" auf. Morgens kümmern sich die Ehrenamtler um Flüchtlinge, abends und nachts dann um Menschen ohne Obdach.

(jj)
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