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Ursula Holtmann-Schnieder
Kinder und Jugendliche sollen sich stärker äußern

Düsseldorf. Der Rat der Stadt verabschiedet am Donnerstag das Projekt Garath 2.0. Die Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses möchte mehr Beteiligung junger Leute.

Am Donnerstag beschließt der Rat der Stadt das Projekt Garath 2.0 und wird die Verwaltung zur weiteren Umsetzung beauftragen . Die, die das Projekt am meisten betrifft, die Stadtteilpolitiker der Bezirksvertretung (BV) 10 übten an zahlreichen Stellen Kritik und gaben viele Anregungen. Bezirksbürgermeister Uwe Sievers (SPD) bemängelte beispielsweise den Zeitplan, die FDP verglich die Ergebnisse mit einer Studie der IHK, die schon vor Jahren erstellt wurde.

Die Anregungen der BV sind heute Bestandteil der Ratsvorlage. Viel Lob kommt aber von der Garather SPD-Ratsfrau Ursula Holtmann Schnieder, die zur Zeit als die BV tagte, als Vorsitzende den Jugendhilfe-Ausschuss leitete.

Die Bezirksvertretung war von Grath 2.0 nicht hundertprozentig überzeugt, wie sah das denn im Jugendhilfeausschuss aus?

Holtmann-Schnieder Der Beschluss wurde einstimmig angenommen, so wie es die Verwaltung vorgeschlagen hatte.

Sie sind Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, dort gibt es sicherlich andere Schwerpunkt als in der Bezirksvertretung.

Holtmann-Schnieder Ja, ganz eindeutig. Besonders gut angekommen ist, dass Kinder und Jugendliche an dem Prozess für Garath 2.0 beteiligt wurden.

Die Kinder hatten ja schon vor einem halben Jahr Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) ihre Ideen vorgestellt.

Holtmann-Schnieder Das ist richtig, und das war eine große, tolle Veranstaltung. Das ist auch bei allen Ausschussmitgliedern des Jugendhilfeausschusses sehr gut angekommen.

Hat das Auswirkungen auf künftige Projekte?

Holtmann-Schnieder Wir als Ampel-Fraktionen, SPD, Grüne und FDP. wollen für die heutige Ratssitzung den Antrag stellen, dass bei künftigen Planungsvorhaben oder Projekten, bei denen es Bürgerbeteiligungen gibt, immer ein Format dabei sein sollte, in dem sich Kinder und Jugendliche äußern können.

Ist das denn neu?

Holtmann-Schnieder Das war bis jetzt noch nicht vorgeschrieben. Aber ich halte es für wichtig, auch Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern einzubeziehen.

Welche Rolle spielen die Eltern?

Holtmann-Schnieder Junge Eltern haben oft ganz andere Zeitfenster und können beispielsweise nicht zu Bürgeranhörungen kommen. Aber sie richten sich oft nach dem Zeitplan ihre Kindern und könnten zum Beispiel dann ihre Meinung äußern.

Was versprechen Sie sich davom?

Holtmann-Schnieder Dass die Kinder sich für ihre Umgebung interessieren und sich verantwortlich fühlen und im Grunde auf spielerische Weise an die Demokratie herangeführt werden.

BIRGIT WANNINGER FÜHRTE DAS GESPRÄCH

Quelle: RP
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