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Rheinbahn
Kinderwagen weiter auf Rolltreppen

Rheinbahn: Kinderwagen weiter auf Rolltreppen
Auch künftig darf man die Rolltreppen der Rheinbahn mit einem Kinderwagen benutzen. FOTO: Gabriel
Düsseldorf. Ein Kinderwagen-Verbot auf den knapp 100 Rolltreppen von Rheinbahn-U-Bahnhöfen im Stadtgebiet wird es nicht geben. Anders als vor wenigen Wochen angekündigt, will das Verkehrsunternehmen keine Schilder anbringen, die den Transport von Kinderwagen auf den Treppen untersagen. Noch Anfang Januar hatte man angekündigt, ein solches Verbot vorzubereiten und bald umzusetzen.

Hintergrund: Die EU hat eine Vorschrift auf den Weg gebracht, die bei neuen Anlagen künftig verbietet, dass Kinderwagen auf diesen Treppen transportiert werden. Bei bestehenden Anlagen soll das Verbot allerdings nicht gelten.

Weil man jedoch fürchtete, auch bei alten Anlagen im Falle eines Unfalls regresspflichtig zu werden, wollte man vorsichtshalber ein generelles Verbot einführen. Damit, so seinerzeit ein Rheinbahn-Sprecher, wollte man sich aus der Verantwortung nehmen. Würde es zu einem Unfall kommen, könnte man auf das Verbot verweisen.

Allerdings hatte man schon Anfang Januar erklärt, keineswegs auf die Einhaltung der Regel achten oder gar Strafen verhängen zu wollen. Das Ganze sollte auf freiwilliger Basis ablaufen. Inzwischen jedoch hat man das Problem nochmals diskutiert und ist zu dem Schluss gekommen, dass ein Verbot keinen Sinn macht. Das jedenfalls sagte gestern Rheinbahn-Sprecher Georg Schumacher. Man habe die Lage geprüft und erkannt, dass es noch nie Unfälle mit Kinderwagen auf Rolltreppen gegeben hat.

Nun will man an den Rolltreppen blaue Hinweis-Schilder anbringen, die auf die Gefahren des Transports hinweisen. Die gibt es bereits für Gummistiefel und für Hunde. Die Gestaltung dieses neuen Hinweisschildes werde man in Ruhe überdenken, erklärte Schumacher.

Da die neue EU-Regel aber nur für bestehende Anlagen gilt, gebe es keine Eile für diese neue Maßnahme. Wäre es zu einem Verbot gekommen, hätte die Rheinbahn vermutlich mit erheblichen Kundenprotesten rechnen müssen. Denn die U-Bahnhöfe sind zwar – bis auf eine Station an der Nordstraße/Klever Straße – alle mit Aufzügen ausgestattet, so dass es Alternativen gibt. Aber zum Teil liegen die Aufzüge sehr ungünstig und jeder, der mit Kinderwagen unterwegs ist, hätte erhebliche Umwege in Kauf nehmen müssen.

Quelle: RP
 
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