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Düsseldorf
Kirchen mussten Gläubige wegschicken

Düsseldorf: Kirchen mussten Gläubige wegschicken
FOTO: Hans-Juergen Bauer
Düsseldorf. Johanneskirche wurde Heiligabend wegen Überfüllung geschlossen. Auch andernorts war es voll. Von Arne Lieb und Torsten Thissen

An den Feiertagen waren die Kirchen in Düsseldorf voller als in den vergangenen Jahren. In manchen Kirchen mussten Menschen, die zu Weihnachten einen Gottesdienst besuchen wollten, sogar weggeschickt werden, weil es zu voll war. "Dennoch ist es ja ein gutes Zeichen, dass die Menschen kommen", sagte Stadtdechant Ulrich Hennes. "Erstaunlich voll" seien etwa die Kirchen in der Altstadt und in Oberkassel gewesen, in St.

Lambertus gab es an Heiligabend bereits eine Stunde vor dem Gottesdienst keine Sitzplätze mehr. Auch die evangelischen Kirchen mussten einen ungewöhnlich großen Besucheransturm bewältigen. Die Johanneskirche wurde Heiligabend wegen Überfüllung geschlossen. Heiligabend am Nachmittag überprüfte die Polizei sogar, ob nicht zu viele Menschen in dem Gotteshaus waren. "Die Situation war extrem, aber ich wüsste auch keine Lösung dafür", sagte Pfarrer Uwe Vetter.

Auch in Gerresheim war die Situation schwierig. Ein Besucher berichtet, dass die Gustav-Adolf-Kirche zum Familiengottesdienst an Heiligabend völlig überfüllt war. Wegen eines vorher laufenden Gottesdienstes wurde die Kirche erst rund fünf Minuten vor Beginn um 16.30 Uhr geöffnet, zuvor mussten die Besucher vor der Pforte warten. Zum Zeitpunkt der Öffnung stand eine große Menschenmenge vor der Tür. Die Besucher stürmten ungeordnet herein, um sich noch Plätze zu sichern.

Am Ende saßen die Besucher gequetscht, Familien konnten nicht zusammen sitzen, viele standen - und viele Familien kamen gar nicht mehr herein. Auch der zeitgleich stattfindende Gottesdienst im benachbarten Gemeindesaal war überfüllt. "So schlimm wie dieses Jahr war es noch nie", sagt der Besucher. "Es kam keine Weihnachtsstimmung auf." In Gerresheim sind zwei von drei evangelischen Kirchen, die Apostelkirche und die Gnadenkirche, in den vergangenen Jahren abgerissen worden.

"In Gerresheim ist eine besondere Situation", sagt Vetter, allerdings bestehe ja auch die Möglichkeit, die Christmette zu besuchen, da sei der Ansturm nicht so groß gewesen. Ebenso am Ersten und Zweiten Weihnachtsfeiertag.

Quelle: RP
 
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