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Düsseldorf
Die Flops der Rheinkirmes 2016

Düsseldorf: Die Flops der Rheinkirmes 2016
Das Füchsenzelt fehlte 2016 auf der Kirmes. FOTO: Andreas Endermann
Düsseldorf. Diese Dinge haben uns in diesem Jahr auf der Rheinkirmes nicht gefallen. Eine Übersicht.  Von Unserer Redaktion

1. Das Füchschen-Zelt fehlt

Bei aller Wertschätzung für die Konkurrenz: Das Füchschen-Zelt fehlt einfach. Das ist wie Altbier ohne Schaumkrone, wie ein Lebkuchenherz ohne sinnigen Spruch. Zum einen ist das Musik-Programm einmalig, zum anderen der Flirtfaktor in und vor dem Zelt hoch. Und außerdem wollen wir jeden Abend ganz viele C- und D-Promis sehen - und die kommen halt nur in das VIP-Separee. Also, Peter König: Wiederkommen! Jedwede Form von Entschuldigung ist abgelehnt.

Die Plätze am Rande des Centercourts sind kaum belegt, die Spieler können meist in Ruhe üben. FOTO: Bretz Andreas

2. Kaum Zuschauer beim Tennis

Schön, dass die Kirmes ein Experiment wie den Tennisplatz zugelassen hat. Schade, dass es überhaupt nicht klappt. Trotz vieler bekannter Namen wirkt der Center Court wie ein Fremdkörper. Wenige Besucher lassen sich überzeugen, dem Spiel zu folgen, obwohl der Eintritt frei ist. Vielleicht hätten die Organisatoren mal bei den Kirmesprofis von Boxbude bis Geisterbahn nachfragen sollen. Die wissen besser, wie man gegen die harte (und laute) Konkurrenz besteht. Arne Lieb

So schön leuchtet die Kirmes bei Nacht FOTO: Endermann, Andreas

3. Der Parkärger für Anwohner bleibt

Alle Jahre das Gleiche: Oberkasseler Autofahrer müssen lange warten, um in ihr Viertel zu kommen, weil Ortsfremde mit OSD-Mitarbeiten diskutieren, um ins Sperrgebiet zu gelangen. Und wenn die Anwohner (mit Berechtigungsausweis) aus Parkplatznot ordnungswidrig parken, aber keineswegs verkehrsbehindernd, dann gibt auch noch am späteren Abend ein Knöllchen. Da wünschen wir uns mehr Fingerspitzengefühl. Birgit Wanninger

4. Die Kirmes ist einfach zu laut

Donnernde Wagengeräusche, laute Ansager, dudelnde Kirmesmusik: Ein gewisser Geräuschpegel gehört einfach dazu. Trotzdem fiel uns in diesem Jahr auf, wie extrem laut es war. Wenn man seine Gesprächspartner anbrüllen muss, um gegen die Musik eines Fahrgeschäfts anzukommen, das zehn Meter entfernt steht, dann ist das nicht nur für die Anwohner, sondern auch für die Besucher anstrengend. Dabei steht das Ordnungsamt sogar mit Messgeräten parat, um für die Einhaltung des vorgegebenen Lärmpegels zu sorgen. Unserer Meinung nach könnte man diesen ruhig weiter senken. Bestimmt würde sich kein Kirmesbesucher daran stören. Merle Sievers

Luftbilder: So sieht die Rheinkirmes bei Nacht von oben aus FOTO: Christoph Reichwein

5. Langes Warten in halb leeren Fahrgeschäften

Es ist natürlich irgendwie verständlich: Sitzen nur drei Gäste auf dem Karussell, lohnt es sich für den Schausteller kaum, dieses anzuschmeißen. Und auf ein paar mehr Gäste kann man sicherlich warten. Einige Karussellbesitzer treiben es jedoch auf die Spitze. Da wartet man gut und gerne zehn Minuten bereits angeschnallt - und wird sich beim nächsten Mal sicher zweimal überlegen, ob man einen Fahrchip kauft. Laura Ihme

6. Zu wenige Fahrradständer

Sommer, Parkplatznot, volle Bahnen - wie schön ist es da, mit dem Rad zur Kirmes zu fahren. Doch wer seinen Drahtesel sicher anketten will, muss zur Oberkasseler Brücke, geht auf der Seite der Rheinkniebrücke leer aus. Fahrradständer? Fehlanzeige. Ans Brückengeländer sperren? Verboten, weil Sicherheitszone. Und so ist rasch jedes Verkehrsschild, jeder Stamm eines Gebüschs belegt. Denisa Richters

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(RP )
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