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Düsseldorf
Kirmes: Anwohner beschwert sich über Licht an Turm

Größte Kirmes am Rhein: Anwohner beschwert sich über Licht an Turm
Der "Hangover"-Turm feiert Weltpremiere in Düsseldorf. Einem Anwohner ist das Licht zu grell. FOTO: Schneider
Düsseldorf. Die Kirmes auf den Rheinwiesen ist noch gar nicht gestartet, da gibt es bereits die erste Anwohnerbeschwerde: Ein Oberkasseler klagte gegen Lichtverschmutzung durch den Hangover-Tower.  Von Uwe-Jens Ruhnau

Der neue Hangover-Tower, die Hauptattraktion in diesem Jahr, bleibt bis zum Kirmesstart am Freitag dunkel. In zwei Nächten hatten die Eigentümer die beiden Ringe mit dem Schriftzug leuchten lassen und so schon einmal auf die Weltneuheit hingewiesen.

Düsseldorf: Der Aufbau der Rheinkirmes 2016 FOTO: Laura Ihme

Zum Erstaunen von Lothar Inden, dem Chef der St. Sebastianus-Schützen, gab es dann einen Beschwerdebrief eines Oberkasseler Bürgers wegen Lichtverschmutzung. "Ich wusste gar nicht, was das ist", sagt Inden. Um keinen Unmut aufkommen zu lassen, haben sich die Betreiber des Turms, das Ehepaar Christina und Ewald Schneider, sogleich entschlossen, das Licht abzuschalten.

85 Meter ist der Hangover hoch, fast 20 Meter höher als der Power-Tower 2, der ebenfalls den Schneiders gehört. Der Turm ist die große Neuheit der Rheinkirmes. 27 Personen passen in die sich drehende Gondel, und neben dem wohlkalkulierten "Gyro-Free-Fall" wird das ausgefallene LED-Farbenspiel als das Spektakuläre an diesem Fahrgeschäft angekündigt. "Ein bis zwei Lichtproben muss man uns allerdings noch gewähren," sagt Christina Schneider, "es muss ja alles aufeinander abgestimmt werden." Alles geschieht auf den letzten Drücker, auch die Kassen sind noch nicht angeliefert worden. Wenn's hart auf hart komme, gehe man halt wie früher wieder mit dem Hut herum, ulkt sie.

Die höchsten Attraktionen auf der Kirmes FOTO: Andreas Endermann

Bei der zehntägigen Kirmes soll der Hangover dann leuchten und man hofft auf gutes Miteinander. Oscar Bruch drückt die Daumen. Er schaltete im vorigen Winter nach einer Anwohnerbeschwerde aus der Nachbarschaft den LED-Kranz am Riesenrad auf dem Burgplatz, der nachts mild leuchtend die Kontur des Rades zeichnete, ab. Viele Düsseldorfer protestierten, und dann schauten auch die Behörden genauer hin. Nach einer Lichtmessung bestimmten die Ämter, dass die Illuminierung in Ordnung ist.

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Fotos: Das sind die Fahrgeschäfte und Attraktionen FOTO: Martin Gerten
Quelle: RP
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