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Düsseldorf
Bis zu 300 Polizisten sorgen für Sicherheit auf der Kirmes

Kirmes in Düsseldorf 2017: Bis zu 300 Polizisten sorgen für Sicherheit
Die Anzahl der Polizisten auf der Kirmes wird bei großem Besucherandrang wie beim Feuerwerk auf bis zu 300 Beamte aufgestockt. FOTO: Andreas Bretz
Düsseldorf. Erstmals werden Lkw-Sperren an den Zufahrten zum Kirmesgelände eingerichtet. Zwei Straßen entlang des Festplatzes werden während der Öffnungszeiten abgeriegelt. Von Julia Brabeck

Vom 14. bis zum 23. Juli wird wieder die größte Kirmes am Rhein gefeiert. Bis zu vier Millionen Besucher werden erwartet. Damit das Großereignis friedlich und sicher ablaufen kann, werden zahlreiche Vorkehrungen getroffen.

Wie wird die Sicherheitslage eingeschätzt?

Laut Polizei gibt es zurzeit keine konkreten Hinweise und Anhaltspunkte, die auf eine unsichere Lage oder einen Anschlag hindeuten. Die Situation wird täglich mit verschiedenen Sicherheitsorganen neu bewertet. Die Kirmes sei ein friedliches Familienfest und die dort verübte Kriminalität überschaubar, sagt die Polizei. Im vergangenen Jahr wurden in den zehn Tagen beispielsweise 20 Körperverletzungen registriert.

Welche besonderen Maßnahmen sind vorgesehen?

Wie bei anderen großen Veranstaltungen in den letzten Monaten in Düsseldorf wird es auch im Umfeld der Kirmes Lkw-Sperren geben. Dafür sollen Fahrzeuge der Schausteller eingesetzt werden, damit diese nicht wie Fremdkörper wirken. Lastwagen, die größer als die Leiterwagen der Feuerwehr sind, können die Oberkasseler Brücke dann nicht mehr befahren. Zudem werden erstmals die Uferunterführung und der Kaiser-Wilhelm-Ring während der Öffnungszeiten der Kirmes gesperrt.

Auf eine Videoüberwachung wird verzichtet. Auch ein spezielles Drohnenverbot wird es nicht geben, da die Polizei für eine Gefährdung durch die Flugkörper keine Anhaltspunkte sieht. Unabhängig von der Kirmes gelten in Deutschland allerdings generelle Regeln zum Fliegenlassen von Drohnen. Unter anderem ist das Überfliegen von Menschenansammlungen nicht gestattet.

Wer sorgt für die Sicherheit?

Zwischen Montag und Donnerstag und an den Sonntagen werden täglich bis zu 100 Polizeibeamte, teilweise mit Maschinenpistolen, auf und im Umfeld des Festplatzes im Dienst sein. Bei großem Besucherandrang wird ihre Zahl auf bis zu 300 Polizisten erhöht. Auf dem Kirmesgelände selbst wird am Kaiser-Wilhelm-Ring in der Nähe der Rheinkniebrücke eine Wache für Polizei und Feuerwehr eingerichtet. Zudem stellt der Veranstalter, der St. Sebastianus Schützenverein 1316, selbst bis zu 60 Security-Mitarbeiter, in den Zelten werden die Schausteller auch noch eigenes Sicherheitspersonal einsetzen. Täglich wollen bis zu 60 Verkehrskadetten ehrenamtlich dafür sorgen, dass die Fußgänger sicher zum Festplatz gelangen.

Wo erhalten die Besucher noch Hilfe?

In der Festplatzwache wird eine Sammelstelle für verlorengegangene Kinder und ein Fundbüro eingerichtet. Das DRK ist mit bis zu 20 Helfern täglich im Sanitätsdienst im Einsatz. Für Frauen wird unter 0211 686854 ein Krisentelefon eingerichtet, welches freitags und samstags von 14 bis 2 Uhr erreichbar ist und wo die Frauen bei Bedrohung und sexuellen Übergriffen Unterstützung erhalten. Laut Polizei kam es im vergangenen Jahr auf der Kirmes zu vier Sexualdelikten, darunter waren keine Vergewaltigungen.

Was können die Besucher tun?

Die Polizei bittet, verdächtige Beobachtungen sofort zu melden und auf Wertgegenstände zu achten.

Quelle: RP
 
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