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Düsseldorf
Die Kirmes bleibt eine Familiensache

Rheinkirmes 2015 bleibt eine Familiensache
Riccardo (v.l.), Dennis und Paul Hartmann müssen bis zum Kirmes-Start noch ihre Weltpremiere "Viva Cuba" aufbauen. FOTO: Bernd Schaller
Düsseldorf. Die Inhaber der Neuheiten kommen aus Kirmes-Dynastien - die teilweise ein Familientreffen auf der Festwiese feiern können.

Wenn es wirklich ernst wird, halten die Hartmann-Brüder zusammen. Zum Beispiel, als kürzlich der Anruf aus Düsseldorf kam. Die Organisatoren der Rheinkirmes boten den Schaustellern aus Iserlohn an, die Weltpremiere ihres neuen Laufgeschäfts "Viva Cuba" in Düsseldorf zu feiern "Und diese Kirmes ist ein Aushängeschild", sagt Dennis Hartmann. Das Problem: Die neue Bude sollte erst vier Wochen nach dem Termin ausgeliefert werden.

Fotos: Das sind die Fahrgeschäfte und Attraktionen FOTO: Martin Gerten

Zum Glück für die Hartmanns zog der Hersteller mit und beeilte sich, deshalb können sie das Laufgeschäft im Stil vom Kuba der Revolutionsjahre nun wirklich schon auf den Oberkasseler Festwiesen zum ersten Mal präsentieren. Da wenig Zeit zum Aufbau bleibt und eine Neuheit immer ihre Tücken hat, hat Dennis Hartmann (35) seine Geschwister Paul (39) und Riccardo (27) mitgebracht. Eigentlich betreiben die andere Geschäfte. Die weiteren Attraktionen der Familie, "Krumm- und Schiefbau" und "Time Factory" sind derzeit auf anderen Plätzen des Landes unterwegs. "Wir haben ja auch noch Frauen", sagt Hartmann.

Die Hartmanns sind nur eine von vielen Kirmes-Dynastien, die wieder in Düsseldorf dabei sind. In wohl keiner anderen Branche sind so viele und so weit verzweigte Familienbetriebe anzutreffen. Quer über den Festplatz laufen die Verwandtschaften.

Rheinkirmes: Das Programm der Bierzelte im Überblick FOTO: Hans-Jürgen Bauer

Das gilt auch für eine andere Neuheit. Mit dem "Predator" geht die nächste Generation der Schausteller-Familie Kaiser aus München, seit rund 200 Jahren unterwegs, erstmals auf eigene Rechnung auf Tour. Wobei familiärer Rat für Willy und Ehefrau Wilma nicht weit ist: Großvater Siegfried ist Inhaber des "Skater", Onkel Sascha betreibt die Wasserbahn "Rio Rapidos". Siegfried Kaiser freut sich schon auf den Einstieg der nächsten Generation. "Ich habe auch Urenkel."

Kirmesarchitekt Thomas König betont, dass es keine Dauerplätze auf der Kirmes gibt. "Jeder Standort wird in jedem Jahr neu ausgeschrieben." Aber natürlich haben gerade die Düsseldorfer Schausteller-Familien von Bruch über Fellerhoff bis Wilmering die Geschichte des Volksfests mitgeprägt. Apropos Bruch: Die Mitbetreiberin der beiden Freifalltürme, Christina Schneider, stammt aus dieser Familie. Die Mutter ist mit einem Churros-Stand auf der Kirmes vertreten.

Erster Rundgang über die Rheinkirmes 2015 FOTO: dpa, mjh kno

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(arl)
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