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Düsseldorf
Die Kleinen auf der Großen Kirmes

Rheinkirmes: So erleben Kinder die Kirmes
Auf dem Kettenkarussell ist Leonie nicht alleine – ihr neuer Kuschel-Chihuahua (ein Hund, kein Teddybär!) begleitet sie auf der Fahrt. FOTO: Schaller,Bernd
Düsseldorf. Für Kinder ist der Rundgang über den Festplatz ganz anders. Alles ist größer, lauter und aufregender. Von Laura Ihme

Normalerweise muss Leonie immer den Hals recken, wenn sie auf der Kirmes alle Buden ganz genau inspizieren möchte. Auf dem Kettenkarussell ist das anders: Kaum gestartet, kann sie von dort aus das bunte Treiben um sich herum in Ruhe beobachten. "Das ist echt toll, ich habe alle Leute um mich herum gesehen", sagt sie.

Die Rheinkirmes - ein Lichtermeer FOTO: dpa, os htf

Auf der Großen Kirmes ist sie heute mit ihrem Papa Alexander Bell unterwegs: "Wir gehen eigentlich jedes Jahr auf die Kirmes, zuerst auf die kleine im Frühjahr und dann auf die Große Kirmes", sagt er, während Leonie glückselig ihre Runden auf dem Kettenkarussell dreht. Sie ist schon groß und kann ohne Papa Karussellfahren. Außerdem ist sie gar nicht alleine, sondern hat noch einen flauschigen Nachbarn neben sich sitzen: An der Losbude hat Leonie zuvor einen riesigen Chihuahua gewonnen, der zwar ein bisschen wie ein Teddybär aussieht, aber ganz sicher ein Hund ist, versichern Vater und Tochter. "40 Lose musste ich dafür kaufen", sagt Alexander Bell.

Zu Hause würde das Kuscheltier jetzt wohl jede Menge Platz einnehmen, aber das sei schon in Ordnung, Hauptsache, Leonie sei glücklich, denn auf der Kirmes sei sie der Chef. Und was sagt der Chef? Wo geht es noch drauf? "Mal schauen", sagt Leonie, dreht sich um und schaut ehrfürchtig hinauf zum Kettenkarussell. Da oben war es schon ziemlich schön, findet sie.

Fotos: Das sind die Fahrgeschäfte und Attraktionen FOTO: Martin Gerten

Ganz anders sieht es bei Jonas und Fabian aus. Gerade stehen sie vor dem Daemonium und schauen sich den Springbrunnen mit dem blutroten Wasser davor an. Ganz schön gruselig. "Nein überhaupt nicht", sagt Fabian voller Überzeugung. Das Daemonium ist schon die dritte Geisterbahn, an der die Jungs heute Station machen. "Außerdem waren wir auf dem Riesenrad, aber die beiden Geisterbahnen waren am coolsten", sagt Jonas. Ob er sich dabei auch erschreckt hat? Vehement schüttelt er den Kopf. Obwohl...na gut, auf der zweiten Geisterbahn haben er und sein Bruder sich schon ganz schön gegruselt. Der Ausflug auf die Kirmes ist für die beiden Brüder etwas ganz Besonderes, "wir machen das nämlich nicht so oft", sagt Jonas. Am liebsten würde er jetzt noch weiter über den Festplatz bummeln, aber Mama will leider nach Hause. Aber sie wollen irgendwann wiederkommen, das steht für die beiden Brüder fest. Schließlich gefällt ihnen auf der Kirmes "einfach alles".

Fast genauso geht es da den beiden Schwestern Marie und Emma, die sich für die Runde auf dem Kinderkarussell zwei Pferde ausgesucht, auf denen sie Platz nehmen und mitfahren. "Ich habe mir das schwarze Pferd ausgesucht, weil ich selber auch manchmal reite und schwarze Pferde am schönsten finde", erklärt Marie mit ernster Miene. Emma hat das weiße Pferd daneben genommen und möchte nach der Runde genau wie ihre Schwester gar nicht mehr absteigen und noch eine Runde auf dem Karussell drehen. Die Interessen der Geschwister sind ganz verschieden: Emma möchte Karussellfahren und Marie am liebsten so viel wie möglich an der Losbude gewinnen. "Und Achterbahnfahren", sagt sie. Selbst, wenn sie davor manchmal ein bisschen Angst hat - schließlich macht das doch irgendwie den Reiz der Kirmes aus, Dinge auszuprobieren, die man sonst nie macht.

Ob Karussell, Losbude oder Geisterbahn - wenn Leonie, Jonas, Fabian, Marie und Emma von dem Ausflug zur Kirmes wieder mit ihren Eltern nach Hause fahren, dann wohl vor allem mit einer Erkenntnis: Am besten sollte die Große Kirmes für ihre kleinen Gäste das ganze Jahr über auf der Rheinwiese in Oberkassel gastieren.

So schön war die I love TONIGHT-Party auf der Rheinkirmes FOTO: TONIGHT.de/Joshua Sammer
Quelle: RP
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