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Düsseldorf
Kitas: Stadt kann bis zu 1400 neue U3-Plätze schaffen

Düsseldorf. Die Stadt kann mit Hilfe des Bundes die Betreuung unter Dreijähriger (U 3) voraussichtlich schneller als geplant ausbauen. Weil andere Jugendämter im Land die eigens dafür bereit gestellten U3-Bundesmittel nicht voll ausschöpfen, hat die Landeshauptstadt jetzt die Chance, mehr Geld zu bekommen. Von Jörg Janssen

Ursprünglich hatte Düsseldorf Anspruch auf knapp 4,5 Millionen Euro aus dem Topf "U3-Bundesmittel 2015-2018". Beantragt wurden inzwischen aber 7,12 Millionen Euro, weil die nicht ausgeschöpften Mittel anderer Kommunen in den Gesamttopf zurückfließen. Bewilligt der Landschaftsverband Rheinland diesen Betrag in voller Höhe, entspricht das 1401 Plätzen für unter Dreijährige. Einzige Bedingung: Düsseldorf muss gut 700.000 Euro aus dem eigenen Etat oben drauf legen. Denn ein zehnprozentiger kommunaler Eigenanteil ist Pflicht.

Jugenddezernent Burkhard Hintzsche erleichtert das die Arbeit. Zwar hätte die Stadt grundsätzlich den Ausbau der Kindertagesstätten auch ohne die Finanzspritze aus Berlin umsetzen müssen. Schließlich haben Eltern ab dem ersten Geburtstag ihres Sprösslings einen Rechtsanspruch auf außerfamiliäre Betreuung. "Es ist allerdings nicht auszuschließen, dass das eine oder andere Projekt später realisiert würde oder im Einzelfall auch nicht zustande käme", sagt Hintzsche. Dies gelte vor allem für den Bereich der Tagespflege, deren Ausbaudynamik durch die Förderungsmöglichkeiten in den letzten Jahren stark zugenommen habe.

Tatsächlich steht das dynamisch wachsende Düsseldorf bei der Betreuung von Kindern bis zum Schuleintritt unter Druck. Zwar schreitet einerseits der Kita-Ausbau zügig voran, doch weil immer mehr Kinder in die Stadt kommen, klafft in jedem Jahr aufs Neue eine Lücke zwischen Nachfrage und Angebot. Zum Vergleich: Lebten im Dezember 2012 rund 17.250 Jungen und Mädchen unter drei Jahren in der Stadt, waren es im vergangenen Dezember bereits 18.685. Bei Kindern von drei bis unter sechs Jahren stieg die Zahl im selben Zeitraum von 16.050 auf fast 16.900.

Eltern, die einen Platz anstreben, müssen sich im Vormerksystem Kita-Navigator registrieren. Der Rechtsanspruch gilt für Kinder bis drei Jahre als erfüllt, wenn sie entweder einen Kita- oder einen Tagespflege-Platz bekommen.

Quelle: RP
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