| 09.34 Uhr

Verwaltungsgericht Düsseldorf
Jäger fordern Recht auf Schalldämpfer für die Gewehre

Klage: Jäger verlangen Recht auf Schallschutz beim Schießen
Schalldämpfer für Jagdgewehre müssen ebenfalls im Waffenschein eingetragen sein. Dagegen klagen nun zwei Berufsjäger vor dem Verwaltungsgericht in Düsseldorf. FOTO: dpa, bwu;cse bra
Düsseldorf . Zwei Berufsjäger haben vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf gegen das Land geklagt, weil sie künftig Schalldämpfer für ihre Büchsen verwenden wollen. Bislang dürfen sie das nicht.  Von Franziska Hein

Es klingt skurril, aber der Hintergrund ist ein ernster: Zwei Jäger verklagen das Land auf Schallschutz für ihre Büchsen. Der Anlass: drohende Hörschärden. "Die Erwerbsberechtigung für Schalldämpfer muss in den Waffenbesitzschein eingetragen werden", erklärt eine Sprecherin des Düsseldorfer Verwaltungsgerichts auf Anfrage unserer Redaktion. Das sehe das Waffengesetz so vor. 

Das sind die lautesten Alltagsgeräusche FOTO: dpa, Mascha Brichta

Die Verwendung von Schalldämpfern sei wie Waffenbesitz im Allgemeinen sehr strikt geregelt. Denn mit Schalldämpfern lässt sich auch allerhand Schindluder treiben. In diesem Fall müssen die beiden Berufsjäger vor Gericht beweisen, dass ihre Hörschäden tatsächlich vom lauten Knall ihrer Büchsen herrühren und nicht etwa auf gesundheitliche Probleme zurückgeführt werden können, teilte das Gericht mit. 

Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Klage: Jäger verlangen Recht auf Schallschutz beim Schießen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.