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Düsseldorf
Kleingärten fördern die Integration

Düsseldorf. Die Deutsche Umwelthilfe hat das Projekt "Gärten der Integration" ins Leben gerufen und dafür einen Wettbewerb ausgeschrieben. Die Grünen in der Bezirksvertretung 6 möchten, dass die Verwaltung die Mitglieder von Kleingärten und Gemeinschaftsgärten über diese Aktion umfassend informiert, mit der das Urban Gardening und die Integration von Flüchtlingen nachhaltig gefördert werden könnte. Der Antrag wurde einstimmig verabschiedet.

Die Umwelthilfe geht davon aus, dass durch Gartenarbeit ein Gefühl von Ortsverbundenheit und "Verwurzelung" vermittelt werden kann. Kaum ein Ort sei besser geeignet, um miteinander ins Gespräch zu kommen und Kontakte zu knüpfen. "Daher leisten Kleingärtnervereine und Gemeinschaftsgärten, die ihre Anbauflächen für geflüchtete Menschen öffnen, einen wichtigen Beitrag zur Integration der Menschen, die derzeit in Deutschland Schutz vor Krieg und Gewalt suchen", heißt es in einer Mitteilung der Umwelthilfe.

Die Grünen sehen im Stadtbezirk 6 für dieses Ziel ein hohes Potenzial, da es dort sowohl viele Kleingärten als auch Flüchtlinge gibt. In ganz Düsseldorf existieren insgesamt 72 Kleingartenanlagen, in denen etwa 100 Vereine ansässig sind. Aber auch die Gartenbesitzer sollen von dem Projekt profitieren. "Gemeinsames Gärtnern mit Menschen aus verschiedenen Ländern, Kulturkreisen und Klimazonen kann einen Wissensschatz hervorbringen, von dem alle profitieren: Die Vielfalt der angebauten Gemüsesorten wächst, neue Zubereitungsarten kommen dazu. Viele Geflüchtete bringen Fähigkeiten und Kompetenzen mit, die im Umfeld eines Gartens bereichernd sind", sagt die Umwelthilfe. Zudem würden Geflüchtete Kontakte knüpfen können und gleichzeitig die hiesige Natur kennen lernen.

(brab)
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