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Düsseldorf
Kö-Anlieger gegen moderne Laternen

Düsseldorf: Kö-Anlieger gegen moderne Laternen
Die Kö-Anlieger wettern gegen die neuen Lichtstelen und Poller. FOTO: Bretz Andreas
Düsseldorf. Es kracht gewaltig zwischen der Interessengemeinschaft der Kö-Anlieger und der Stadtverwaltung. Grund ist die Gestaltung der nördlichen Königsallee. Der Anlieger-Chef nannte die schmalen Laternen "Penisse", die Stadt sagt daraufhin einen gemeinsamen Termin ab. Von Uwe-Jens Ruhnau

Auf der Seite des Tritonenbrunnens herrschen noch die klassischen Gestaltungsmerkmale des Boulevards vor, wie man ihn seit den 1980er Jahren kennt, mit Kandelaberleuchten und Pollern im gleichen Stil. Gegenüber am Corneliusplatz jedoch, wo jetzt das Theaterzelt steht, sind die modernen Leuchtstelen installiert worden, wie sie am Kö-Bogen bereits stehen. "Wir sind entsetzt über diesen Stilbruch", sagt Peter Wienen, Chef der Anliegergemeinschaft.

Die Anlieger sagen, sie seien über diese Art der Gestaltung nicht informiert worden. "Das Projekt Kö-Bogen bedeutete stets, dass die Kö in den Hofgarten verlängert wird", sagt Wienen, "jetzt wird sie sogar optisch verkürzt." Wienen ist so aufgebracht, dass er in der "Bild"-Zeitung verbal unter der Gürtellinie argumentierte und die modernen Laternen als Penisse titulierte. Und so was will man auf der Kö natürlich nicht auf offener Straße sehen. "Wir würden eine Umrüstung ins klassische Kö-Design mitbezahlen", sagt er und fordert diese auch.

Die alten Leuchten stehen im Süden des Boulevards. FOTO: Andreas Bretz

Bei der Stadt reagiert man "erschrocken über die Sprache und den Tonfall von Herrn Wienen". Verkehrsdezernent Stephan Keller, dessen Behörde für die Umgestaltung verantwortlich ist, hat einen für nächste Woche vereinbarten Begehungstermin mit Wienen abgesagt. Sein Verhalten sei "extrem ärgerlich", der Gesprächsfaden nun erst einmal gerissen.

Laut Holger Odenthal, dem stellvertretenden Leiter des Amtes für Verkehrsmanagement, ist der Plan für die nördliche Kö-Gestaltung von der Politik beschlossen worden. Irgendwo habe man die Grenze zwischen alter und neuer Gestaltung ziehen müssen. Die gewählte Kante sei nachvollziehbar, da zur Blumenstraße wie zum Breidenbacher Hof hin das neue Pflaster sowie die neuen Lichtstelen und Poller ebenfalls installiert worden seien.

Was sagen Sie: Passen die neuen Stelen zur Gestaltung der übrigen Kö? Schicken Sie eine Mail an duesseldorf@rheinische-post.de

Quelle: RP
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