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Angemerkt
Köln-Düsseldorf: Nit quake, endlich make

Düsseldorf. Das Monster von Loch Ness braucht auch mal Urlaub. Deswegen schwimmt es alle Jahre wieder von Schott- nach Deutschland und möchte im vergleichsweise warmen Rhein zwischen Köln und Düsseldorf baden. Tut gut. Kaum aber erreicht das Monster, das so viele sahen und dessen Existenz doch so rätselhaft unwirklich bleibt, unsere Gefilde, löst es sich auf und schwirrt nur noch als Idee durch die Luft: Fortan muss das arme Monster die Vorstellung von einer Annäherung zwischen Köln und Düsseldorf sein.

Dazu hat es eigentlich gar keine Lust mehr, denn wie oft war davon schon die Rede. Die Flughäfen sollten fusionieren oder zumindest die Verkehre unter sich aufteilen, den Messegesellschaften wird ebenfalls alle Jahre wieder der Hochzeitsmarsch geblasen. Politische Träume, die am Ende die Güte eines Bads im Sommer-Loch-Ness hatten, gescheitert stets daran, dass niemand Interesse an Ehen hat, bei denen eine Seite verliert. Was klappt, sind die harmlosen gemeinsamen Auftritte bei Touristikmessen und Ähnlichem.

Nun hat Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker im "Express" ihren Vorschlag vom Dezember wiederholt, eine Städtepartnerschaft mit Düsseldorf eingehen zu wollen. Nit quake, sondern make! Dann wäre endlich Schluss mit diesem Evergreen, es gäbe einen Direktflug, Schüleraustausch und auch das Monster fände seinen Frieden.

(ujr)
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